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Mein Ein und Alles – Gabriel Tallent

Dieser Beiträg enthält Werbung, da Verlage und Plattformen verlinkt wurden. Das Buch wurde außerdem als Rezensionsexemplar vom Bloggerportal Randomhouse gestellt.


Inhaltswarnungen: Erwähnung von Misshandlung, Vergewaltigung, Gewalt und Suizidgedanken; Verwendung obszöner Sprache und Misogynie.


„Mein Ein und Alles“ von Gabriel Tallent erschien im September 2018 im Pinguin Verlag. Darin geht es um Julia Alveston, auch Turtle genannt, und wie sie in ihrer Umgebung überlebt. Ich hab an diesem Buch jede Menge zu meckern, und trotzdem ist es mir in ehrfürchtiger Erinnerung geblieben – hier könnt ihr lesen, wieso.

„Turtle Alveston ist eine der unvergesslichsten Heldinnen der jüngeren Literatur. Die 14-Jährige wächst weltabgeschieden in den nordkalifornischen Wäldern auf, wo sie jede Pflanze und jede Kreatur kennt. Auf ihren tagelangen Streifzügen in der Natur sucht sie Zuflucht vor der besitzergreifenden Liebe ihres ebenso charismatischen wie obsessiven Vaters Martin. Erst als sie Jacob, einen Jungen aus ihrer Schule, näher kennenlernt und wahre Freundschaft erfährt, beginnt sie sich langsam aus seinen Klauen zu lösen. Aber Martin kann und will seine Tochter nicht loslassen. Es beginnt ein Kampf auf Leben und Tod.“

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Der Tag, an dem das Ufo vom Himmel fiel – David Halperin

„Wissenschaft ist eine Schildkröte“, sagte ich ganz langsam, „die behauptet, ihr Panzer sei die ganze Welt.“

Wer wollte sich nicht schon einmal lieber in eine andere Welt träumen, als die Realität zu ertragen?

Kommen wir heute zu einem Buch, das ich nur durch Zufall in einem Ausverkauf gefunden habe: „Der Tag, an dem das Ufo vom Himmel fiel“ von David Halperin. Erstmals erschien es 2012, veröffentlicht vom Goldmann Verlag.

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Manchmal können uns nur noch unsere Träume retten…
Der junge Danny Shapiro hat es nicht leicht: Seine Mutter ist schwer krank, sein Vater ist ihm fremd, und sein Zuhause engt ihn ein. Doch dann kommt die Nacht des 20.12.1962. Danny sieht, wie ein UFO vom Himmel fällt, oder hat er das nur geträumt? Danny stürzt sich in ein Abenteuer zwischen Fantasie und Realität. Aber am Ende begreift er: Er muss sich dem realen Leben stellen, auch wenn er das ohne den Umweg durch seine Fantasiewelt nicht geschafft hätte. Vielleicht wird er dann ein kleines Stück vom Glück für sich erobern können…“ Der Tag, an dem das Ufo vom Himmel fiel – David Halperin weiterlesen

Maps

Helden,

ich versuche immer wieder, euch neue Möglichkeiten aufzuzeigen, eure eigene Kreativität anzuregen, damit ihr mit euren eigenen Geschichten möglichst zufrieden sein könnt! Heute habe ich einen Beitrag von Tumblr für euch, der gerade Fantasy Autoren interessieren dürfte: wie erstelle ich möglichst einfach eine neue Welt bzw. Karte einer neuen Welt?

Thatwestonkid von Tumblr hatte da die perfekte Idee: Maps weiterlesen

Netzhelden

Wir sind in dieser Welt alle miteinander vernetzt und ich glaube daran, dass Wörter und Ideen die Welt verändern können.

Sobald man sich in seinen Account einloggt, nimmt man seine ganz persönliche, heimliche Identität an. Wie Miley Cyrus damals ihre Perücke aufsetzte, um zu Hannah Montanna zu werden, setzen wir uns eine Maske der Anonymität auf, damit wir nicht zu viel von uns preisgeben. Dabei kann man im Internet loswerden, was man sagen will und man findet immer Leute, die einen verstehen und unterstützen.
Man kann ausleben, wer man ist oder wie man sein möchte, ohne seine Anonymität aufgeben zu müssen. Nichts ist zu verrückt.
Das Internet ist schon was Schönes.

Leider gibt es auch einige Leute, die das ausnutzen. Sie nutzen ihre Maske um Leuten versteckt Schaden zuzufügen, um persönlich besser dazustehen. Im Internet gibt es für sowas leider kaum Konsequenzen.

Ich sehe mein Einloggen in meine Accounts als Anziehen meines Superheldenanzugs an. Im Internet kannst du sein, wer du willst, dass heißt, du kannst auch mutig sein. Du kannst helfen. Ich kann helfen. Wer will denn bitte kein Held sein?
Manchmal ist es, als würde man Streife laufen und zufällig über einen Kommentar stolpern, der definitiv nicht angebracht ist. Das Schöne daran ist, dass man mit fremden Personen sprechen kann, man kann sie nach ihren Gründen fragen, man kann sie aufklären. Die Vernetzung ermöglicht uns, uns total gewöhnlichen Menschen, einen Unterschied zu machen. Wir können, trotz der Entfernung Menschen verändern.
Auch wenn wir uns nicht in der realen Welt bewegen, sind die ausgelösten Gefühle mehr als real.

Gerade deswegen liebe ich euch Blogger umso mehr; ihr vertretet eure Meinung, teilt eure Hobbys, verbindet uns untereinander. Auch als noch so kleiner Blogger kann man einen Unterschied machen und ich möchte mich dafür bedanken, dass es euch gibt.
Denn ihr steht zu euch und damit auch zu vielen anderen Gruppen von Menschen, für die ihr bereits jetzt einen Unterschied macht.

Die Blogs sind ein Stück von euch und ihr schafft eine Atmosphäre des Verstehens, gerade in dem ihr über Themen sprecht, die euch etwas bedeuten.

Lasst euch niemals beirren. Bloggen ist was Tolles, das Internet ist was Tolles. Nutzt die Vernetzung der Welt, nutzt euer Portal.

Und vor allem: Bleibt so, wie ihr seid. Ihr seid Helden.
Danke!

Fight Girl – Erika Krouse

„Er versuchte sich an ihre Körpersprache zu erinnern, an ihr Vokabular aus Herztönen und Atemzügen. Das genügte ihm als Definition von Liebe.“

„Fight Girl“ erschien am 15.08.2016. Erika Krouse lebt in Boulder, Colorado. Sie abeitet als Privatdetektivin und unterrichtet Kreatives Schreiben.

„Die Streetfighterin Nina Black kennt jeden noch so düsteren Winkel in Denver. Sie kämpft mit ihren Fäusten gegen Männer, die sie für leichte Beute halten und zu spät begreifen, dass sie selbst die Beute sind – und neben der Würde stiehlt sie ihnen auch gleich noch die Brieftasche. Ninas Leben ändert sich schlagartig, als eines ihrer Opfer, ein Polizist und ehemaliger Streetfighter, zu alter Form aufläuft und beides zurück will: sein Geld und seine Ehre. Auf der Suche nach dem einzigen Menschen, der sie auf den Final Fight vorbereiten kann, begegnet sie nicht nur ihrer alten Liebe wieder.“

Krouse erzählt in ihrem Roman von Nina Black, die sozial isoliert am Rande der Gesellschaft lebt und sich mit ihren nächtlichen Kämpfen über Wasser hält. Eines Tages steht dann plötzlich ihre alte Jugendliebe Isaac vor der Tür und eröffnet ihr, dass Ninas Bruder Chris gestorben ist. In seinem Testament ist Nina als neuer Vormund von Kate, Chris Tochter, eingetragen. Das wirft ihr Leben ziemlich über den Haufen, denn sie selbst sagt, dass sie keine Mutter sein kann. Außerdem wäre da noch das Problem mit dem Cop, den sie die Dienstmarke abgeluchst hat….

Eine Geschichte, die sich in kein bestimmtes Genre einordnen lässt – so ist es ein Thriller, ein Drama und eine Liebesgeschichte zur selben Zeit. Am Anfang der Kapitel stehen Legenden und Mythen über die Kampfkunst, die Nina das Überleben sichert. Ein wirklich außergewöhnliches Buch, dass mit seinem Facettenreichtum und Humor auftrumpft. Das Thema der Verantwortung zieht sich durch die gesamte Handlung, von Ninas kaputter Familie, bis hin zur ihrem eigenen kleinen Versuch einer Familie. Denn erst durch Kate versucht Nina ihr Leben zum Besseren zu ändern.

Das Cover steht im wundervollem Einklang mit der Story, sieht ein wenig düster aus und war auch für mich der Grund, sich das Buch mal näher anzuschauen. Dabei wurde ich nicht enttäuscht; das Lesen hat mir Spaß gemacht. Berichtet wird hierbei von einer anderen Seite, einer moralisch eventuell verwerflichen Seite, was unser antrainiertes Schwarz-Weiß-Denken in Frage stellt.

Der Schreibstil war leicht zu lesen, da Krouse eine gute Balance zwischen ihrem sachlichen Erzählstil und den Dialogen gefunden hat. Er spiegelt Nina wieder und macht es leichter, sich in ihr Denken hineinzuversetzen.

Alles in allem, würde ich „Fight Girl“ weiterempfehlen, hauptsächlich an Fans von taffen Frauen, die sich selbst behaupten können. Für mich macht das ein Buch meist alleine schon lesenswert ;)!