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Das Gedankenspiel

Gefühle auszutauschen – das war der neuste Trend hier in der Gegend.
Ein Handschlag, einmal tief in die Augen schauen und wenn sich dann beide öffneten, ja, dann konnten sie fühlen, was der Andere fühlte.

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Es wird Nacht…

Ich bin die Nacht
Ungesehen
Und wenig gelebt

Ihr findet Ruhe
Sitzt allein
Werdet euch bewusst
Und könnt nicht aufhören
Zu denken

Ohne Ablenkung
Ohne Vertrauen
Oder Ahnung

Tageslicht
Erblicken die Gedanken
Nur in Dunkelheit

Wer bist du
Was ist dir wichtig
Wenn dich niemand lesen kann?

Ich bin die Nacht
Ungesehen
Und gefährlich.

 

Der Himmel
Angestrichen in tollsten Farben
Ist bald wieder nicht mehr
Zu sehen

Doch darin strahlen
Sterne
Die auch nur in Dunkelheit
Tageslicht erblicken

 

Ich bin die Nacht
Ungesehen
Und nicht erkannt für das
Was ich wirklich bin:

Wie ihr.

IDAHIT*

Nichts ahnend kam ich heute aus der Geisteswissenschaftlichen Fakultät, meine Veranstaltungen der Uni gerade zu Ende – da sehe ich mich plötzlich einer Menschenmenge gegenüber stehen.

Auf dem zweiten Blick erkannte ich dann auch Regenbogenflaggen in der Menge und die ganze bunte Vielfalt. Ganz vorne stand ein Wagen von dem RosaLinde Leipzig e.V., ein Verein für alle queeren Menschen.

Sie hielten gerade eine Rede über Asexualität und ich, die eigentlich den ganzen Tag nichts anderes wollte, als endlich nach Hause zu kommen und mich ins Bett zu schmeißen, blieb stehen und hörte zu.

Ich wusste nicht, was heute für ein Tag war und was er bedeutete.
Aber heute vor achtundzwanzig Jahren, am 17.05.1990, beschloss die Weltgesundheitsorganisation, Homosexualität aus ihrem Krankheitskatalog zu streichen.

 

 

 

Und da stand ich nun, sah mich ohne Vorwarnung und ohne Ahnung, was mich erwarten würde, einer Gruppe von Menschen wie mir gegenüber.
Menschen wie mir, die sich selber finden mussten und das auch noch Anderen klar machen mussten; Menschen, die sich täglich Diskriminierung und Homo-, Trans-, Inter- oder sonstigen Feindlichkeiten aussetzen müssen.
Aber wir sind hier und wir sind bunt, wir sind stolz und wir sind, wer wir sind. 

So total unvorbereitet trieb mir das Gefühl der Zugehörigkeit erst einmal Tränen in die Augen.

Und ganz spontan schloss ich mich dann der Demo an. IDAHIT*, wie ich dann mitbekam, stand für „International Day Against Homo-, Inter- & Transhatred“.
Ich hörte mir die Redebeiträge an, ich jubelte mit, ich sang mit, tanzte mit und forderte mit ganzer Kraft mit.

 

 

Nachdem die Demo sich schließlich auf dem Leipziger Marktplatz aufgelöst hat, nachdem wir alle noch Balloons bekommen haben und Fotos für Toleranz gemacht haben, machte ich mich auf den Heimweg.
Ich saß in der Bahn, war etwa drei Stunden später als eigentlich geplant auf dem Weg nach Hause und fühlte mich zufrieden.

Irgendwo zwischen den Menschenmassen konnte ich wieder Frieden mit mir schließen.

Und darum ist Repräsentation so wichtig!

Und darum werde ich auch nicht aufhören, Diskrimination offen zu legen und laut über unsere Rechte zu sprechen. Ich werde Erfahrungen teilen und ich will, das Andere gehört werden, die andere, vielleicht uns unbekannte, Erfahrungen gemacht haben.

Ich werde mich erst zufrieden geben, wenn wir die komplette Gleichberechtigung erreicht haben, ich will keinen Hass, keinen Sexismus mehr sehen.

Ich habe auf dem spontanen Marsch neue Kraft geschöpft.

 

 

Ich lief heute mit erhobenen Kopf, einem zufriedenen Lächeln und mit einem bunten Luftballoon an der Tasche nach Hause;
viel später als ich das eigentlich gewollt hatte, aber dafür umso glücklicher.
Das ist jeden Stress wert.

 

 

Und vergesst nie: Ihr seid nicht allein!

 

 

Eure Jessy

Nachts an der Seine – Jojo Moyes

„Das war die beste Nacht meines Lebens“, sagt sie leise. „Ich fühle mich… ich fühle mich, als wäre ich gerade aufgewacht.“

„Nachts an der Seine“ von Jojo Moyes erschien im Oktober 2016 durch den rowohlt Verlag und erzählt die Geschichte von Nell, die zum ersten Mal überhaupt mit einem Liebsten übers Wochenende wegfahren möchte. Alles geht schief und wird deswegen umso perfekter.

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„Nell war noch nie in Paris. Überhaupt hat sie noch kaum etwas gesehen von der Welt. Auf den Wochenendtrip mit ihrem Freund Pete freut sie sich deshalb schon ewig. Und nun steht sie in London am Bahnhof und Pete taucht nicht auf. Aufgehalten bei der Arbeit, aber er will nachkommen. Allein in einer fremden Stadt – eine schreckliche Vorstellung für die schüchterne Nell. Doch als sie den geheimnisvollen Fabien kennenlernt, ist Nell zum ersten Mal in ihrem Leben spontan: Sie steigt auf sein Mofa und lässt sich von ihm in die Pariser Nacht entführen … “

Auf nur 135 Seiten schafft es Moyes, dank eines einfachen und gut zu lesendem Schreibstils, uns an Nells Geschichte teilhaben zu lassen. Die Kurzgeschichte erzählt von Schüchternheit, Ängsten und Überwindung dieser, Listen und Spontanität. Was passiert, wenn du alle Zweifel vergisst und deinem Gefühl folgst?
Auch von Fabien erfahren wir genug. Er ist sympathisch, im Gegensatz zu Nells eigentlichem Freund Pete. Es ist klar, dass Pete kein guter Freund ist, besonders, als wir immer mehr von ihm erfahren – deswegen fiebert man umso mehr mit Nell mit, man wünscht ihr den Spaß mit Fabien.

Jojo Moyes arbeitete nach ihrem Journalistikstudium in London und Hongkong, bis sie mit „Ein ganzes halbes Jahr“ ihren ersten Bestseller schrieb. Liebesromane sind wohl ihre Spezialität und auch dieser Roman hat einen Platz neben ihren anderen Büchern verdient – noch schöner wäre es gewesen, wenn er 300 Seiten mehr gehabt hätte.
Aber Moyes wird sich bewusst für eine kurze Geschichte entschieden haben; schließlich geht es auch nur um ein Wochenende und es ist schneller vorbei als man denkt. Genauso wie man es vom wirklichem Leben auch kennt.

Mein Fazit: „Nachts an der Seine“ ist eine wunderschöne, viel zu kurze und dennoch ausgereifte Liebesgeschichte, die von purer Lebensfreude erzählt.

Dean Winchester

Liebe Mit-Helden,

willkommen zur neuen Ausgabe des #HeldenMontags! Heute geht es um Dean Winchester aus Supernatural.

 

„Honestly, I think the world’s going to end bloody. But it doesn’t mean we shouldn’t fight.
We do have choises.
I choose to go down swingin‘.“

In Supernatural geht es um die beiden Brüder Sam und Dean Winchester, die nach dem Tod ihrer Mutter von ihrem Vater zum Jagen des Übernatürlichen erzogen wurden. Während Sam sich nichts weiter als ein normales Leben wünscht, jagt Dean mit seinem Vater weiter – bis John Winchester bei einer Jagd plötzlich verschwindet.
Damit beginnt das Abenteuer der Brüder: Sam und Dean machen sich auf die Suche nach ihrem Vater und bekämpfen dabei sämtliche Monster, Geister und Dämonen, die ihnen unterkommen.
Die erste Folge erschien 2005 und mittlerweile läuft die 13. Staffel.

Dean ist der Ältere der Beiden. Als er vier Jahre alt war, wurde seine Mutter von etwas Übernatürlichem getötet und er trug seinen Bruder Sam aus dem Feuer.
Ab diesem Zeitpunkt übernimmt er die Verantwortung für Sam und seine Kindheit endet abrupt; John Winchester, sein Vater, will nur noch eins: Rache für seine Frau Mary.
Dabei vergisst er allerdings seine Söhne. Oft ist er wochenlang unterwegs und Dean muss klauen, damit er und Sammy überhaupt etwas zu Essen haben.

Später wird Dean in die Welt der Monster eingeweiht und von John zu einem Soldaten erzogen. Während Dean versucht, Sammy trotzdem eine Kindheit zu ermöglichen, muss er lernen, wie man tötet. Er ist der, der gehorchen muss.

Dean wollte nie etwas Anderes als seinen Vater stolz machen. Er musste lernen, sich selbst zurückzustellen, um Sam zu beschützen – das hinterlässt Schäden. Er versteht zum Beispiel nicht, was er wert ist.

Er gibt immer sich selbst die Schuld, wenn jemandem etwas Schlimmes passiert, besonders, wenn es dabei um seine Familie geht. Er denkt, er bringt Unglück.
Dabei hat Dean schon so vielen Unschuldigen Menschen das Leben gerettet, ja sogar die ganze Welt, aber er sieht immer nur das Schlimmste an sich.

Wahrscheinlich wegen diesen ganzen düsteren Gedanken und Erlebnissen hat er sich so etwas wie eine Mauer gebaut; er flüchtet sich in die Sicherheit seines Badboy – Gehabes.

Dann gibt es noch die andere Seite Dean Winchesters: die Seite, die ein Kind geblieben ist. Sei es seine Liebe zu Batman, Kuchen oder zu seinem Auto; oder wenn seine Augen funkeln, weil er irgendetwas Nerdiges entdeckt hat – Dean ist im Herzen ein Kind geblieben.

Dean ist ein gebrochener Mann. Er war in der Hölle, gefoltert, er wurde verdreht und sein Geist traumatisiert – er hat sich nie wirklich davon erholt. Für ihn hilft nur das, was er am Besten kann: Verdrängen. Dann wurde er von der Verantwortung erdrückt.

Niemals hatte Dean Winchester es leicht. Dean denkt, er wäre nicht wichtig, schließlich ist er nur… Dean. Nicht mehr und nicht weniger.  Ich würde mir nur wünschen, dass er anfangen könnte zu verstehen, dass das genug ist. Nur Dean. Genau dafür wird er geliebt. Für seine Fehler, für seine Stärken, für das, was er ist. Vielleicht kann er auch eines Tages anfangen, sich selbst zu lieben, vielleicht kann er auch dann verstehen, dass er es wert ist, gerettet zu werden. Er ist so viel, aber bestimmt nicht wertlos.

Dean Winchester ist ein Held, er rettet jeden, den er retten kann und am Ende denkt er, es ist trotzdem nicht genug. Die Welt braucht mehr Menschen wie Dean Winchester.

 

Einen wunderbaren Beitrag dazu hat auch Julia von Julia’s Wunderland geschrieben! Darin redet sie auch über Dean als Held. Schaut doch einmal vorbei.

Was denkt ihr über Dean Winchester, über den Mann, der sich sofort für alle opfern würde?

Inspiration durch Musik

Hallo meine Helden!

Sitzt ihr manchmal vor eurem großen Projekt und wisst nicht, wie es weitergehen soll? Vielleicht auch nicht, wie ihr eine bestimmte, hoch emotionale Situation glaubhaft rüberbringen könnt?
Ich kann euch hier meine Lösung für diese Probleme zeigen:

Ich höre Musik, die zur derzeitigen Situation in meiner Geschichte passt; und dann träume ich. Durch Musik lässt sich meine Vorstellungskraft ankurbeln und nicht selten stelle ich mir meine Figuren wie in einem Film vor, bei dem die Hintergrundmusik die Stimmung zeigt. Diese Vorstellungskraft hilft mir immer ungemein.

Ich dachte: „Hey! Vielleicht hilft es auch Anderen!“ Und daraufhin habe ich mich hingesetzt und angefangen, Playlists zu erstellen, deren Lieder die Stimmungen wiedergeben. Natürlich sind sie noch nicht sehr vielfältig, aber ich arbeite daran. Sie werden mit der Zeit einfach vervollständigt. Wenn ihr Ideen habt, oder euch Lieder fehlen, sagt Bescheid!

Mein Kanal auf Youtube heißt ganz einfach Jessy. Das sind die bisherigen Playlists, die euch hoffentlich helfen können:

 

Epic:

Diese passt wohl am Besten zu Fantasy-Romanen oder Dystopien; auch zu spannenden Szenen, Kämpfen, aussichtslosen Situationen. Ich muss bei diesen Liedern immer an einen unbrechbaren Willen denken, obwohl die Welt gegen einen ist.

 

Hope/Love:

Der Name erklärt es eigentlich schon ganz gut! Liebe, die Hoffnung gibt, oder Hoffnung, die noch nicht aufgegeben wurde. Durch und durch positiv, auch in schlechten Situationen.

 

Sad:

Auch der Name erklärt es eigentlich schon von selbst. Traurige Musik, die Unwohlsein und das Gefühl kurz vor dem Aufgeben vermittelt. Vielleicht auch um zu trauern, weil man etwas verloren hat.

 

Strong:

Trotz Niederlagen wird hier nicht aufgegeben- wir halten durch. Ein wenig Verzweiflung, die wir aber ignorieren müssen.

 

Dark:

Wenn man sich selbst verloren hat, mit sich selbst im Konflikt steht und nicht mehr weiß, was richtig und falsch sein soll; auch für aussichtslose Situationen.

 

Heartbreak:

Wem wurde nicht schon einmal das Herz gebrochen?Hier findet ihr Musik, die euch jemanden vermissen lässt.

 

So, ich hoffe, euch hat diese kleine Auswahl gefallen und sie kann euch ein wenig die Vorstellungskraft, die ihr braucht, herbeizaubern!

 

Viel Spaß!
Jessy