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Der letzte Tag auf der FBM: Ein kleines Fazit

 

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Am Sonntag ist unsere Messe-WG, mittlerweile auch Chillersquad genannt, mit gepackten Koffern und vollen Bäuchen aufgebrochen. Die Babsi hat morgens für uns Pfannkuchen gemacht und sie waren köstlich. Und dafür hab ich sie ein bisschen geliebt. Ich bin mir sicher, dass ich mindestens zwei Heiratsanträge gehört habe.

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FBM Samstag: Kein Weltkrekord für Deutschland

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Menschenmassen. Undurchdringbar. Hitzewellen. Im Hintergrund weinen leise Buchmenschen.
Aber mit so einem Andrang war leider zu rechnen gewesen. Ich habe von mehreren zehntausend Besuchern heute gehört – und ich habe Schlangen gesehen, die bis zu 50 Metern gingen und ganze Gänge blockiert haben.
Ein grausiges Spektakel. Ich hab es mir in Erwartung dieser Massen einfach gemacht – und einfach versucht, die Halle 3 einfach so gut wie nicht zu betreten. Das war dann auch angenehmer, als sich durch diese Halle zu quälen!

Ich war heute als Harry Potter unterwegs und hab auch das ziemlich schnell bereut. Es war einfach zu warm für mehrere Lagen, bestehend aus Pollunder, Hemd und Umhang. Dazu noch eine Perücke…. Ihr könnt es euch vorstellen.

Um 11 Uhr habe ich mich mit Laura und Alisha von Skepsiswerken getroffen und wir haben uns über zukünftige Pläne unterhalten… Ihr dürft gespannt sein!

Direkt danach, also um 12 Uhr, las Katja Brandis im Lesezelt aus ihrer Reihe „Woodwalkers“ und im Anschluss gleich aus „Khyona“. Ich hab ja nun schon an „Khyona 2“ mitarbeiten dürfen, aber bei einer Lesung von ihr konnte ich bis jetzt noch nicht dabei sein. Deswegen habe ich die Gelegenheit heute genutzt und wurde überzeugt!

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Um 13 Uhr signierte Katja dann auch gleich noch ihre Bücher und ich stellte mich an, um ihr einmal Hallo zu sagen. Die Schlange war wirklich lang und ich war froh, ein bisschen eher von der Lesung gegangen zu sein, um weit vorne zu stehen. Lustigerweise erkannte sie mich im Harry Potter Kostüm nicht, aber dann habe ich mich zu Erkennen gegeben und wir haben gaaaanz kurz gequatscht. Leider blieb nicht viel Zeit, schließlich wollten ja noch genug Leute eine Unterschrift haben und ich wollte nicht Schuld daran sein, dass jemand ohne Signatur nach Hause gehen musste.

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Heute haben sich auch das erste Mal die Türen für die Cosplayer-Halle geöffnet, dementsprechend waren auch heute viele Cosplayer da. Ich liebe das bunte Treiben! Hier sind wieder ein paar Eindrücke aus der Halle…

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Um 14 Uhr habe ich mit der Bloggercrew um Mareike, Franziska, Julia, Charline, Anna und Vera getroffen, um ein paar Fotos zu machen. Dabei sind auch einige lustige Bilder bei rausgekommen!

 

15:30 war es dann auch so weit…. Der Weltrekordversuch für die größte Harry-Potter-Versammlung wurde gestartet. Während der Saal sich füllte, wurden verschiedene Spiele gespielt; es gab ein Häuserquiz, bei dem jeweils zwei Personen aus dem Publikum für ein Haus antworteten. Die Moderation unter Matthias Wieland war wirklich witzig und später hatte sogar der Illustrator der neuen Harry Potter Ausgaben einen Auftritt: Bruno Iacopo.
Gegen 16:30 Uhr wurde dann die Zählung gestartet. Der bisherige Rekordhalter war Australien mit 997 Personen, die im Harry Potter Outfit erschienen. Um mitgezählt zu werden, musste man die Narbe, die Brille und den Umhang vorzeigen können.

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Naja, das Ergebnis war leider eher enttäuschend: uns fehlten etwa 100 Leute, um den Weltrekord zu brechen. Tja, das ist schade. Schön war es aber trotzdem! Und soweit ich das mitbekommen habe, haben wir immerhin einen neuen Deutschland-Rekord aufgestellt.

Nach diesem Event waren dann die Hallen auch schon etwas leerer und man konnte sich wieder etwas bewegen, deswegen habe ich mich noch einmal in die Halle 3 getraut. Dort habe ich mich nur noch ein bisschen umgeschaut und noch einmal bei dem Arena Verlag vorbeigeschaut, um noch einmal mit Katja Brandis zu quatschen.

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Morgen dürfte es wieder ein bisschen entspannter werden – nicht unbedingt von der Menge der Menschen her, aber wenigstens laufe ich nicht im viel zu warmen Cosplay herum.

Ich bin schon völlig k.o. und froh, dass langsam ein Ende in Sicht ist, auch wenn es schön war!

Eure Jessy

Die FBM – mein zweiter Tag

 

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Heute, also am Freitag, ist unsere Messe-Wg nur langsam erwacht; alle waren irgendwie noch von gestern erschöpft. Dabei haben wir noch die Hälfte der Messe vor uns!
Naja, jedenfalls sind wir nicht sonderlich schnell aus den Puschen gekommen und dementsprechend waren wir auch erst gegen um 11 Uhr auf der Messe.
Gerade angekommen trafen wir erst einmal weitere Blogger  – Jen hat die liebe Mareike von Crow and Kraken verarztet, oder eher ihre bereits vorhandene Gipsschiene neu verbunden. Irgendwie hat sich das dann zu einem kleinen Bloggertreffen entwickelt und wir haben uns festgequatscht- bis es dann 12 Uhr zum Buchblog-Award ging.

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Dort wurden die Gewinner aus neun verschiedenen Kategorien gekürt; und jeder hat für irgendjemanden mitgefiebert. Unsere Gruppe drückte geschlossen die Daumen für Mareike und Anabelle von Stehlblüten, die es beide auf die Shortliste geschafft haben!
Eindrücke von der Verleihung gibt es hier:

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Gewonnen haben in der Kategorie:
Allesleser: Hauke Hader von Leseschatz
Newcomer: Monika Drummer von Buch & Wort
Liebe & Herz: Karin Lipski von little words
Krimi & Thriller: Madelaine Rieger von black nd beautiful
Fantasy & SciFi: Karolin Hagendorf von Fiktion fetzt.
Kinder- & Jugendbuch: Julia Bousboa von Juli liest
Literatur: Alexandra Stiller von Bücherkaffee
Sachbuch: Petra Wiemann von Elementares Lesen
Andere Formate: Ilke Sayan von Buchgeschichten

Mehr zum Buchblog-Award findet ihr außerdem hier.

Danach bin ich dann in einem kleinen Grüppchen wieder auf der Messe rumgelaufen und ich glaube, jetzt kann ich sagen, dass ich so weit alles gesehen habe. Yippie!
Beim Stand des Leuchtturm hab ich mir eines ihrer Notizbücher mit meinen Initialen gravieren lassen. Danach war ich schon glücklich für heute! Mir wurde gesagt, dass am Wochenende Sachen, bei denen man sich anstellen muss, im Prinzip einfach nicht möglich sind – und so habe ich heute nur ganz kurz angestanden.

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Gegen 16 Uhr habe ich mich dann wieder im Pavillon eingefunden; dort fand nämlich die Veranstaltung „Für das Wort und die Freiheit: Deniz Yücel im Gespräch“ statt. Moderiert hat das ganze Esra Kücük von der Allianz Kulturstiftung und neben Yücel diskutierte auch Alexander Skipis, der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, mit. Dieser setzte sich intensiv für Yücel ein.
Ich war bereits zehn Minuten vor Beginn da, aber der Pavillon platzte schon aus allen Nähten. Später habe ich erfahren, dass es sogar einen Einlassstop gab – das heißt ich hatte noch ziemliches Glück!

In dem Gespräch erzählte Yücel von der jetzigen Situation mit seinem Verfahren und wie er die Zukunft in der Türkei und für die Meinungsfreiheit einschätzt. Das Zitat, das mir am meisten in Erinnerung blieb, war: „Das Regime wird nicht von außen zu stürzen sein. Aber ganz ohne Ansprüche sollten wir auch nicht sein.“ Deutschland solle Moral und Werte über die Wirtschaft stellen und das nicht nur in der Verbindung mit der Türkei, sondern noch anderer Länder. Die gesamte Diskussion wurde aufgenommen und ihr könnt sie euch auf YouTube anschauen. Ich habe leider nur ein paar Bilder vom Rand machen können. Zwischen den ganzen professionellen Fotografen war es unmöglich, näher an Yücel heranzukommen.

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Ansonsten habe ich heute noch mehr Blogger und sogar ein paar Autoren näher kennengelernt – mein persönliches Ziel habe ich also mehr als erfüllt. Und ich freue mich wahnsinnig darüber.
Jetzt müsste ich mich nur noch trauen, Verlagen meine Visitenkarte in die Hand zu drücken und Leseexemplare anzufragen… Aber puhhh, ein Schritt nach dem anderen.

Heute Abend waren wir noch mit einigen im Restaurant essen und jetzt sitze ich wieder in unserer Messe-Wg und bin völlig am Ende. Schnell ins Bett und Kraft für morgen tanken. Mir bammelt es irgendwie vor den Menschenmassen morgen…

Zum Schluss wieder noch ein paar Eindrücke von der Messe:

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Gut, dann sehen wir uns morgen wieder! (Vielleicht… Zwischen den Massen…) Ich bin  für den Rekordversuch des Carlsen Verlages als Harry Potter unterwegs!

 

Eure Jessy

Die Frankfurter Buchmesse 2018

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Hallo liebe Mit-Helden!

Mit diesem kleinen Beitrag möchte ich euch eigentlich nur die Info zukommen lassen, dass ich dieses Jahr zum ersten Mal auch auf der Frankfurter Buchmesse zu finden sein werde!
Heute reise ich in Frankfurt an und ab morgen bin ich dann auch auf dem Messegelände unterwegs. Ich werde euch dazu noch ein paar Veranstaltungen raussuchen, für die, die kurzfristig noch Inspiration brauchen.

Wer möchte, kann mich gerne ansprechen. Leider kenne ich von den Bloggern hier noch nicht besonders viele, aber vielleicht ändert sich das durch diese Buchmesse ja!

Zum Schluss wünsche ich allen, die heute schon auf der Messe sind, ganz viel Spaß.

Eure Jessy

IDAHIT*

Nichts ahnend kam ich heute aus der Geisteswissenschaftlichen Fakultät, meine Veranstaltungen der Uni gerade zu Ende – da sehe ich mich plötzlich einer Menschenmenge gegenüber stehen.

Auf dem zweiten Blick erkannte ich dann auch Regenbogenflaggen in der Menge und die ganze bunte Vielfalt. Ganz vorne stand ein Wagen von dem RosaLinde Leipzig e.V., ein Verein für alle queeren Menschen.

Sie hielten gerade eine Rede über Asexualität und ich, die eigentlich den ganzen Tag nichts anderes wollte, als endlich nach Hause zu kommen und mich ins Bett zu schmeißen, blieb stehen und hörte zu.

Ich wusste nicht, was heute für ein Tag war und was er bedeutete.
Aber heute vor achtundzwanzig Jahren, am 17.05.1990, beschloss die Weltgesundheitsorganisation, Homosexualität aus ihrem Krankheitskatalog zu streichen.

 

 

 

Und da stand ich nun, sah mich ohne Vorwarnung und ohne Ahnung, was mich erwarten würde, einer Gruppe von Menschen wie mir gegenüber.
Menschen wie mir, die sich selber finden mussten und das auch noch Anderen klar machen mussten; Menschen, die sich täglich Diskriminierung und Homo-, Trans-, Inter- oder sonstigen Feindlichkeiten aussetzen müssen.
Aber wir sind hier und wir sind bunt, wir sind stolz und wir sind, wer wir sind. 

So total unvorbereitet trieb mir das Gefühl der Zugehörigkeit erst einmal Tränen in die Augen.

Und ganz spontan schloss ich mich dann der Demo an. IDAHIT*, wie ich dann mitbekam, stand für „International Day Against Homo-, Inter- & Transhatred“.
Ich hörte mir die Redebeiträge an, ich jubelte mit, ich sang mit, tanzte mit und forderte mit ganzer Kraft mit.

 

 

Nachdem die Demo sich schließlich auf dem Leipziger Marktplatz aufgelöst hat, nachdem wir alle noch Balloons bekommen haben und Fotos für Toleranz gemacht haben, machte ich mich auf den Heimweg.
Ich saß in der Bahn, war etwa drei Stunden später als eigentlich geplant auf dem Weg nach Hause und fühlte mich zufrieden.

Irgendwo zwischen den Menschenmassen konnte ich wieder Frieden mit mir schließen.

Und darum ist Repräsentation so wichtig!

Und darum werde ich auch nicht aufhören, Diskrimination offen zu legen und laut über unsere Rechte zu sprechen. Ich werde Erfahrungen teilen und ich will, das Andere gehört werden, die andere, vielleicht uns unbekannte, Erfahrungen gemacht haben.

Ich werde mich erst zufrieden geben, wenn wir die komplette Gleichberechtigung erreicht haben, ich will keinen Hass, keinen Sexismus mehr sehen.

Ich habe auf dem spontanen Marsch neue Kraft geschöpft.

 

 

Ich lief heute mit erhobenen Kopf, einem zufriedenen Lächeln und mit einem bunten Luftballoon an der Tasche nach Hause;
viel später als ich das eigentlich gewollt hatte, aber dafür umso glücklicher.
Das ist jeden Stress wert.

 

 

Und vergesst nie: Ihr seid nicht allein!

 

 

Eure Jessy

Wer braucht schon Grundrechte?

Okay, bevor ihr diesen Artikel jetzt falsch versteht: Diese Rede war eine Aufgabe eines Poetry-Slam-Workshops, bei dem ich mitgemacht habe.
Wir haben zwanzig Minuten Zeit bekommen, um die Rede einer Diktatorin zu verfassen, die die Bevölkerung davon überzeugen will, die Grundrechte abzuschaffen.

Natürlich vertrete ich in keinster Weise den Standpunkt der Rede. Es hat mich selber gewundert, wie leicht es eigentlich ist, nach kurzem Überlegen für diesen Anlass (scheinbar logische) Argumente zu finden. Obwohl sie näher betrachtet natürlich alle wiederlegt werden könnten und eigentlich keinen Sinn ergeben.

Na gut, genug vorneweg geredet: Viel Spaß!
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Meine Leipziger Buchmesse 2018

Hallo liebe Helden und Heldinnen!

 

Jetzt ist die Buchmesse auch schon wieder vorbei… Und ich weine ihr ein bisschen hinterher. Vielleicht auch ein bisschen mehr.
Es waren zwar anstrengende, aber dennoch wunderschöne Tage. Ich habe viele neue Sachen ausprobiert, gelernt und mich vollkommen neu motivieren lassen.

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Ich möchte mich an dieser Stelle schon einmal für alle, die diese Messe so wunderbar gemacht haben, bedanken! Auch wenn ich es wieder nicht geschafft hab, andere Blogger anzusprechen, habe ich viele Leute kennengelernt und wieder getroffen.
Dankeschön an euch!

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LBM 2018 – Programm Samstag

Hallo liebe Helden und Heldinnen!

Der vollste, bunteste und gleichzeitig auch spannendste Tag der Messe steht an!
Sogar ich trage heute ein Cosplay! Ich bin als Danny Phantom, von der gleichnamigen Kinderserie, unterwegs.
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Falls ihr mich seht, sprecht mich ruhig an!
Diesen Samstag gibt es super viele interessante Veranstaltungen… Wenn ich doch nur einen Zeitumkehrer hätte. Dann wäre das Entscheiden auch einfacher!


Den ganzen Tag: Souvenirs selbst gedruckt
(Halle 3, Stand H401)
Auf einer historischen Handpresse können Besucher ihr persönliches Souvenir drucken.
Den ganzen Tag: Menschen sind auch keine Lösung (Halle 5/ Eingangsbereich)
Ausstellung mit Einsendungen und Preisträgern zum 18. Wettbewerb des Deutschen Karikaturpreises.


10:00 – 10:30 Uhr: One Moment – Ein Augenblick ist nicht genug
(Halle 4, Stand B600)
Ihr neues Leben führt Lynn an den Rand der Belastbarkeit. Aber wo Dunkelheit ist,…


10:30 – 11:00 Uhr: Die Gedankenpolizei
(Halle 5, Stand D302)
Was wäre, wenn unsere Gedanken gezielt manipuliert werden?


10:30 – 11:00 Uhr: Wake-up Slam
(Glashalle, Stand 11)
Der Start in den Messetag mit Sandra Da Vina und Yusuf Rieger.

10:30 – 11:00 Uhr: Wie Flüchtlinge gemacht werden (Halle 5, Forum Sachbuch)
Über Fluchtursachen und Fluchtverursacher

11:00 – 13:00 Uhr: Daredevil, Batman & Robin Eternal, Wonder Woman (Halle 1, Stand K410)
Signierstunde

11:00 – 11:30 Uhr: Traum vom eigenen Buch (Halle 5, Stand D300)
Wir zeigen, wie Sie einfach und schnell mit Self-Publishing Ihr Buch und E-Book veröffentlichen.

11:00 – 11:30 Uhr: Preis der Literaturhäuser 2018 (Glashalle, Stand 11)
Gespräch mit dem aktuellen Preisträger.

11:00 – 12:00 Uhr: Schicksalsjäger – Ich bin deine Bestimmung (Halle 2, Stand G300)
Siegnierstunde

11:00 – 11:30 Uhr: Konservativ. Warum das gut ist. (Halle 3, Stand A200)
Die Ex-AfD´lerin erklärt, warum die AfD kein ernstzunehmend konservatives Profil besitzt.

11:00 – 12:00 Uhr: Über Rechte schreiben – Zwischen Aufklärung und Sensation (Halle 4, Forum Literatur)
Skandale= Quote und Auflage. Doch wir brauchen dringend eine sachliche Auseinandersetzung.

11:30 – 12:00 Uhr: Die Tiefe der Zeit (Halle 2, Stand H410/ J400)
Eine Reise bis zum Ursprung der Menschheit… Neuer Einzelroman des preisgekrönten Bestsellerautors.

11:45 – 12:45 Uhr: Make Up & Cosplay (Halle 1, Raum A01/0210)
Workshop über die Bedeutung von Make Up für die Umsetzung von Cosplays.

12:00 – 12:30 Uhr: Und wenn die Welt brennt (Halle 2, Stand H500)
Der Junge und das Kreidemädchen – die mitreißende Geschichte einer berührenden, gefährlichen Liebe.

12:00 – 13:00 Uhr: Ich bin wählerisch! Demokratie vermitteln (Halle 2, Stand D310/ C311)
Wie kann man- gerade im ländlichen Raum – Menschen erreichen und für Demokratie begeistern?

12:00 – 12:30 Uhr: Heart’s Fear – Geschichten von Armut und Ausgrenzung (Halle 5, Forum Sachbuch)
Die Autorin beschreibt mit ergreifenden und klaren Worten die Unmenschlichkeit eines bestehenden Systems, eine Unmenschlichkeit, die sie selbst erleben musste.

13:00 – 13:30 Uhr: Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt (Glashalle, Stand 17)
Das eigene Leben noch einmal erleben. Soll man sich das wünschen?

13:00 – 13:30 Uhr: Die Götter von Asgard (Halle 2, Stand H410/ J400)
Nordische Mythen, zornige Götter und eine junge Heldin, die sich ihrem Schicksal stellen muss.

13:00 – 14:00 Uhr: Meinungsfreiheit als Kampfbegriff (Halle 5, Forum Literatur)
Meinungsfreiheit ist oft Schutzbehauptung, wenn Kritik inhaltlich nicht mehr begegnet werden kann.

13:00 – 13:30 Uhr: Sie sprechen mit der Stasi (Halle 3, Stand B400)
Bisher unveröffentlichte Originalaufnahmen aus dem Archiv der DDR

13:30 – 14:00 Uhr: Self-Publishing, Werbung & Buchhandel (Halle 5, Stand D600)
Zwei Self-Publisher berichten, welche Erfahrungen sie mit Buchhandelsmarketing gemacht haben.

14:00 – 14:30 Uhr: STIMMT! Frauen gestern – Frauen heute – Frauen morgen (Halle 3, Forum Sachbuch)
Du hast die Wahl – 100 Jahre Frauenwahlrecht!

14:00 – 15:00 Uhr: Alles Antifeminismus? (Halle 5, Stand H309)
Antifeminismus als wichtiges Bindeglied rechter und reaktionärer Bündnisse

14:00 – 15:00 Uhr: Zerfällt die EU (Halle 4, Stand E401)
Die Europäische Union scheint von einer Krise in die nächste zu rutschen. Vor jeder Wahl bangt nicht nur Brüssel, ob die Populisten und EU- und Eurogegener die Wahlen gewinnen. Quo vadis EU?

14:00 – 14:30 Uhr: Bücher professionell erstellen – Tipps zur Cover- und Buchgestaltung (Halle 5, Stand D300)
Experten geben Rat zur Erstellung und Gestaltung von Büchern und E-Books im Self-Publishing.

14:30 – 15:00 Uhr: Künstliche Intelligenz. Was sie kann und was uns erwartet (C. H. Beck) (Glashalle, Das blaue Sofa)

14:30 – 15:00 Uhr: Das Flüstern der Rebellion (Halle 2, Stand H500)
Die neue Dystopie der Jungautorin. Gedruckt im ersten Buch aus Graspapier.

15:00 – 15:30 Uhr: Europa, was nun? Trump, Brexit, Migration und Eurokrise (Halle 5, Forum Sachbuch)
Sechzig Jahre nach Gründung befindet sich die Europäische Union in ihrer bisher schwerste Krise.

15:00 – 16:00 Uhr: Democracy-Slam! (Halle 2, Stand D310/ C311)
Finale der Workshop-Teilnehmer

15:30 – 16:00 Uhr: Bevor die Welt unterging (Halle 4, Stand D213/ E210)
Ein Roman über das Erwachsenwerden in einer Zeit voll erstaunlicher Parallelen zu unserer Gegenwart.

15:30 – 16:30 Uhr: #FreeThemAll – Wir sind ja nicht zum Spaß hier (Halle 5, Stand H408)
Deniz ist frei. Freiheit für alle in der Türkei inhaftierten Journalisten!

16:00 – 16:30 Uhr: Das Nornennetz – Starke Frauen in der Phantastik (Halle 2, Stand H410/ J400)
Talkrunde über Frauen in der Phantastik und im Literaturbetrieb

16:00 – 16:30 Uhr: Kai Meyer signiert (Hörspiel-Arena)
Signierstunde

16:30 – 18:00 Uhr: Wie begeistere ich meine Zuhörer bei Lesungen? (CCL Vortragsraum 12)
Die Self-Publisherin zeigt, wie Autoren Lesungen aufpeppen, Zuschauer mitreißen und erfolgreich eigene Auftritte meistern können.

16:30 – 17:30 Uhr: Overwatch – Helden sterben nicht (Halle 1, Stand J400)
Die Zweitplatzierten des Showgruppenwettbewerbs präsentieren ihr Stück.

17:00 – 17:30 Uhr: Flugangst 7A (Halle 5, D100)
Gespräch mit Sebastian Fitzek

17:00 – 17:50 Uhr: Film ab! „Rebellisch oder unpolitisch? Protestgeneration 2018“ (Glashalle, Stand 11)
Filmvorführung

17:00 – 18:00 Uhr: Konflikte in der Golfregion, im Nahen Osten, Ägypten, Syrien, Irak, Kurden, Türkei u. a. (Halle 4, Stand C505)
Diskussion über die Konflikte in der Golfregion und im Nahen Osten

17:00 – 17:30 Uhr: Support your sisters not your cisters (Halle 5, Stand E402)
Über Diskriminierung von trans*Weiblichkeiten

17:30 – 18:00 Uhr: Am Ende die Zeit (Halle 2, Stand G320/ E321)
Die Zeit fordert ihren Tribut und der Preis ist ein Leben. Ein Leben für das Überleben aller.


19:00 – 22:00 Uhr: Spring ins Buch! – Die magische Leseparty
(Moritzbastei/ Universitätsstr. 9/ 04109 Leipzig)
Fantasy-Leseparty mit Impress und Dark Diamonds

19:00 – 21:00 Uhr: Untergrund war Strategie. Punk in der DDR zwischen Rebellion und Repression (Museum in der runden Ecke/ Dittrichring 24/ 04109 Leipzig)
In der DDR wurden Menschen wegen ihres Musikgeschmacks und Äußeren wie Feinde behandelt. Ein Zeitzeuge berichtet.

 

So, das wars dann auch schon wieder von mir! Ich wünsche euch ganz viel Spaß auf der Messe.

Liebe Grüße,
Jessy

LBM 2018 – Programm Freitag

Guten Tag liebe Helden und Heldinnen!

Der erste Tag der Messe ist nun also schon vorbei. Ich hoffe, ihr habt die (noch relativ) wenigen Menschenmassen genossen, denn spätestens am Samstag sieht das dann anders aus!
Jetzt möchte ich euch noch meine Tipps für morgen liefern. Viel Spaß!

 

 

Freitag, der 16.03.

 

11:00 – 11:30 Uhr: Independent Rundgang – Junge unabhängige Verlage stellen sich vor (Halle 5, Stand G200)
Geführter Rundgang zu ausgewählten Verlagen an der Leseinsel un Halle 5. Treffpunkt: Büchertisch an der Leseinsel.


12:00 – 13:00 Uhr: Best of 2017
(Halle 2, Stand G320/ E321)
Die Leipziger Jugend-Literatur-Jury präsentiert ihre 6 Favoriten.


12:30 – 13:00 Uhr: Poetry-Slam
(Halle 5, Stand G200)
Der NRW-Meister im Poetry-Slam Jophi Kindler und der Ostfriese Jann Watjes lesen aus ihren Werken.


13:30 – 14:00 Uhr: Soul Mates
(Halle 2, Stand H410/ J400)
Romantic Urban Fantasy vom Selfpublishing-Szene-Star


13:30  – 14:00 Uhr: #poesie
(Halle 5, Stand D100)
Lyrik mit Nora Gomringer.


14:00 – 15:30 Uhr: Die Kraft des Utopischen. Über Science Fiction und literarische Utopien
(Glashalle, Stand 16)
Gespräch und TV-Aufzeichnung


14:00 – 14:30 Uhr: Poetry-Slam/ Spoken Word: Festmacher 2018
(Halle 5, Stand G200)
Aron Boks und Katharina Huboi – zwei Neuentdeckungen aus der Poetry-Slam und Spoken-Word-Szene!


14:00 – 14:30 Uhr: Aktivistischer Journalismus oder journalistischer Aktivismus
(Halle 5, Stand E402)
Ein Gespräch mit Johanna Treblin


15:00 – 16:00 Uhr: Treffen der Harry Potter Botschafter
(CCL Vortragsraum 9)
Infotreffen für Buchblogger im Rahmen des Jubiläums „20 Years of Magic“


ab 16:00 Uhr: Bloggertreffen (Bloggerlounge)

Dieses Treffen hat Library of worlds für uns organisiert!


15:30 – 16:00 Uhr: Einblicke in die Recherchearbeit
(Halle 5, Stand D600)
Wie und wo recherchiere ich für Ratgeber oder Romane? Geheimtipps und Erfahrungen von Profis.


15:30 – 16:00 Uhr: Körpersprache – Emotionen lesen lernen
(Halle 3, Stand B501)
Was denkt Ihr Gegenüber wirklich und was verrät Mimik, Gestik und Körperhaltung? Finden Sie es heraus!


16:00 – 17:00 Uhr: Bücher selbst binden
(Halle 2, Stand J200)
Kleine Einführung ins Buchbinden am Beispiel der Japanbindung.


16:00 – 16:30 Uhr: Sehnsuchtsort Heimat
(Halle 3, Stand A200)
Heimat lebt von Erinnerungen. Sie hat einen festen Platz im Herzen. Doch was ist eigentlich Heimat?


17:00 – 18:00 Uhr: Digitale Lese- und Rezensionsexemplare auf VLB-TIX
(Halle 5, Stand F600)
Erfahren Sie mehr über den neuen Service „LEX“ – mit Referentin: Natascha Pattok


17:00 – 17:30 Uhr: Dunkelgrün fast schwarz
(Halle 5, Stand G200)
In ihrem packendem Debüt lotet die Autorin alle Facetten einer Freundschaft aus.


17:30 – 18:00 Uhr: Schnupper-Schreibkurs
(Buchhandlung Hugendubel/ Petersstr. 12-14/ 04109 Leipzig)
Martina Rellin gibt als erfahrene Schreibtrainerin Tipps für alle, die gern selbst schreiben.


18:00 – 23:00 Uhr: Mein Kopf gehört mir. Eine Reise durch die schöne neue Welt des Brainhacking
(Friedrich-Ebert-Stiftung/ Burgstraße 25/ 04109 Leipzig)
Kreativraum Kopf. Schon jetzt ist vieles möglich. Aber dürfen wir alles tun, was wir können?


20:00 – 22:00 Uhr: PIPER Fantasy Nacht
(Schille Theaterhaus/ Otto-Schill-Str. 7/ 04109 Leipzig)
Lange PIPER Lesenacht mit den Fantasy-Stars Andreas Brandhorst, Michael Peinkofer und Lukas Hainer.

 

Bei welchem Veranstaltungen wart ihr heute? Oder habt ihr die Leere genutzt, um euch in Ruhe in den Hallen umzuschauen?
Sieht man euch beim Bloggertreffen?

Liebe Grüße,
eure Jessy

LBM 2018 – Programm Heute & Donnerstag

An alle Helden und Heldinnen da draußen:

die Leipziger Buchmesse steht vor der Tür!
Es gibt wieder unglaublich viel zu erleben, zu sehen, zu lesen – und ich freue mich schon wahnsinnig!
Ich bin, dank meiner Akkreditierung, mit einem Presseausweis an jedem Tag der Messe unterwegs. Daran möchte ich euch natürlich auch teilhaben lassen.

Ich werde euch hier einen kleinen Überblick über das Programm der Buchmesse geben, dabei vor allem im Hinblick auf die Veranstaltungen, die ich gerne besuchen würde. Ein paar Veranstaltungen finden auch schon heute statt, aber hauptsächlich geht es um den Donnerstag!
Aber zu aller erst: Woran ihr alles denken solltet!

Natürlich hat von euch wahrscheinlich jeder schon den Koffer gepackt, schließlich geht es ja morgen schon los. Deswegen kommen wir gleich direkt zu der Messe.

  • Essen & Trinken – Nehmt euch etwas zu essen mit! Es gibt zwar Bistros, die sind aber meistens sehr teuer. So ein Messetag kann lang und anstrengend sein, deswegen denkt auch unbedingt an Trinken.
  • Ein Programmheft – Sucht euch vorher schon Veranstaltungen raus, dann lauft ihr nicht nur den ganzen Tag ohne Plan rum. So fühlt ihr euch auch vorbereitet!
  • Bitte blockiert nicht die Gänge, sondern setzt euch für eine Pause an den Rand. Bänke sind natürlich bequemer, aber deswegen meist auch schon besetzt.
  • Verliert nicht so schnell eure Geduld! Es sind sehr große Menschenmassen unterwegs und jeder würde gerne alles sehen. Deswegen kann es auch manchmal länger dauern. Ihr werdet trotzdem alles sehen und nett kann man trotzdem sein. In der Ruhe liegt die Kraft!
  • Fotos –  Keine Frage, die LBM bietet jedem etwas und das würde man auch gerne festhalten. Das ist auch gar kein Problem, aber denkt bitte daran: Da nebenbei auch noch die MMC stattfindet, werden viele wunderschöne Cosplayer mit aufwendigen Kostümen unterwegs sein.
    Bevor ihr aber von den Cosplayern Fotos macht: FRAGT!  Fragt, ob ihr ein Foto machen dürft. Alles Andere ist nicht nur extrem unhöflich und respektlos, sondern verstößt auch gegen die Regeln der MMC.

 

Ich glaube, das war alles, was mir so weit auf dem Herzen liegt!
Dann können wir ja jetzt zum zweiten Teil des Beitrags kommen – nämlich meinen Programm-Empfehlungen für heute und morgen. Hauptsächlich sind das kreative Sachen – es geht ums Schreiben, Tipps und Anleitungen. Daneben sind natürlich auch noch viele Diskussionen und Lesungen dabei. Aber schaut doch einfach selbst!

Am Mittwoch, den 14.03.:

„Seien Sie dabei, wenn sich am Mittwoch der Leipziger Augustusplatz in ein Büchermeer verwandelt und ein Zeichen dafür aussendet, dass Leipzig und die Buchmesse ein Ort der Vielfalt und Menschlichkeit sind.
17.30 Uhr beginnt vor dem Gewandhaus, in dem kurz darauf die Leipziger Buchmesse 2018 feierlich eröffnet wird, die Kundgebung von Verlage gegen Rechts.
Um 18.15 Uhr findet dann die Fotoaktion statt.
Bringen Sie Bücher mit, die Sie bewegt haben, in denen Geschichten von Solidarität und Menschlichkeit erzählt werden.
Gemeinsam wollen wir diese Bücher hochhalten und ein Büchermeer erzeugen. Auch Plakate mit einem Zitat aus dem Buch sind denkbar.“

16:00 – 18:00 Uhr: Opening: Expression interrupted! (LVZ-Foyer / Peterssteinweg 19 / 04107 Leipzig)
Eröffnung einer Ausstellung, die den inhaftierten Journalisten in der Türkei ein Gesicht gibt.

18:00 – 23:00 Uhr: L3 Lange Leipziger Lesenacht (Moritzbastei / Universitätsstr. 9 / 04109 Leipzig)
Die Nacht der neuen deutschsprachigen Literatur in der Moritzbastei mit Schwarwel.

19:00 – 21:00 Uhr: Fette Jahre. Neue Gedichte (Kur- & Freizeitbad RIFF / Am Riff 3 / 04651 Bad Lausick)
Inspiration Bad Lausick: LVZ-Journalist und Autor Ekkehard Schulreich liest im Außenrestaurant des Bad Lausicker Riff.

 

Am Donnerstag, den 15.03.:

 

10:30 – 11:00 Uhr: Mini-Schreibkurs (Halle 5, Stand D600)
Erlebtes oder Erdachtes aufschreiben – legen Sie los unter Anleitungen der Bestseller – Autorin Martina Rellin!

11:30 – 12:00 Uhr: Hört endlich zu! (Forum Sachbuch Halle 3)
Lesung und Gespräch mit Frank Richter – Weil Demokratie Auseinandersetzung bedeutet.

12:30 – 13:00 Uhr: Yggdrasil und der Weltenbaum – Thor und Odin (Halle 2, Stand H410/J400)
Eine Lesung mit Fabian Dombroski als Moderator.

13:00 – 13:30 Uhr: Alles keine Zensur (Halle 4, Stand E209)
Ein Gespräch mit Daniela Fürst und Gerhard Ruiss.

13:30 – 14:00 Uhr: Schreibtipps: Vom Anfang – Die häufigsten Fehler auf der ersten Seite (Halle 5, Stand D302)
Eine Präsentation: Der Beginn eines Romans oder einer Kurzgeschichte ist entscheidend. Welche Fehler sollte man vermeiden?

14:00 – 14:30 Uhr: Mein Herz in zwei Welten (Rowohlt Verlag) (Das blaue Sofa, Glashalle, 4)
Lesung und Gespräch mit Jojo Moyes und Markus Sahr.

14:00 – 14:30 Uhr: Poetry Slam/ Spoken Word: Festmacher 2018 (Halle 5, Stand G200)
Eine Lesung mit Lucia Lucia und Sophia Szymula – zwei Neuentdeckungen aus der Poetry-Slam und Spoken-Word-Szene!

14:30 – 15:30 Uhr: Bücher selbst binden (Halle 2, Stand J200)
Eine kleine Einführung ins Buchbinden am Beispiel der Japanbindung.

15:00 – 16:00 Uhr: In der Mitte der Gesellschaft? – LGBTQ- Rechte im Fokus (Forum Sachbuch Halle 3)
Wir sprechen über politische Kämpfe von LGBTIQ- Menschen in Zeiten eines reaktionären Rollbacks. Eine Diskussion.

15:00 – 18:00 Uhr: Democracy – Slam! (CCL Bankettraum 3)
Workshop mit dem Philosophie-Slamer Dominik Erhard für SchülerInnen und Studierende zu Themen der Messe. Anmeldung unter: kommunikation@bpb.de

19:30 – 21:30 Uhr: Der große Fantasy – Leseabend der LEIPZIGER BUCHMESSE (Werk 2, Halle A / Kochstraße 132 / 04277 Leipzig)
Phantastische Literatur für Jung und Alt mit hochkarätiger Besetzung: Neben Christian von Aster, C.E. Bernard, Markus Heitz, Bernhard Hennen und Kai Meyer lesen die Preisträger des Jurypreises der Phantastischen Akademie „Seraph 2018“

 

Tja, da ist mein Tag ganz schön voll geplant, huh? Wahrscheinlich werde ich auch gar nicht alle Veranstaltungen besuchen können, aber mal schauen, wie es läuft. Gefällt euch etwas aus meiner kleinen Auswahl?
Natürlich gibt es noch viel, viel mehr. Auf  der Seite der Leipziger Buchmesse könnt ihr euch auch umschauen, aber ich persönlich finde es mit der App der LBM einfacher und übersichtlicher.

So  – ich hoffe, man sieht sich auf der Messe!

Liebe Grüße,
Jessy

 

Landnahme – Christoph Hein

„Sie sprachen eben anders und lebten anders, sie hatten andere Dinge erlebt. Irgendwie kamen sie aus einem Deutschland, das nicht unser Deutschland war.“

Fünfzig Jahre deutscher Geschichte am Beispiel einer kleinen Provinz – der Roman „Landnahme“ von Christoph Hein erzählt vom Leben des Bernhard Haber, der als zehnjähriger Vertriebener in Guldenberg strandet. Das Buch ist 2004 im Suhrkamp Verlag erschienen.

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„Als Kind kommt Bernhard Haber 1950 aus dem zerstörten Breslau in eine sächsische Kleinstadt; Jahrzehnte später ist er einer der mächtigsten Männer des Ortes. Christoph Hein erzählt vom Lebenslauf eines Außenseiters in der Provinz, der mit der großen Geschichte scheinbar nichts zu tun hat und sie doch exemplarisch spiegelt.“

Als Flüchtling hat man es in den 50ern nicht leicht; die Einwohner verurteilen einen und akzeptiert wird man nicht. Haber lernt das sehr früh.
So machen es die Bürger ihm und seiner Familie so schwer wie möglich, sein Hund wird getötet und später wird die Tischlerei seines Vaters abgebrannt. Doch Haber ist eine Kämpfernatur, er weiß, wie er sich verteidigen kann. Er findet seinen eigenen Weg.
Nach der Schule fängt er eine Ausbildung zum Tischler bei seinem Vater an, dann verdient er Geld als Schmuggler. Erfolgreich, denn er wird zu einem der einflussreichsten Männer der Stadt und Mitglied im „Kegelclub“.

In die Gedanken Habers kann man sich nicht direkt einfühlen – in der multiperspektivischen Erzählweise kommt er selbst nie zu Wort. Dafür übernehmen andere das Erzählen, allerdings erst Jahre später, sie erinnern sich nur an Bernhard Haber, jeder auf seine eigene Weise – aber wer weiß schon, wie wahrheitsgetreu die einzelnen Erzählungen im Endeffekt wirklich sind.
So lange die Figuren also nur im Nachhinein erzählen, können wir uns nie sicher sein, wie es wirklich passiert ist – was Haber zu einem noch größeren Mysterium macht.

Zuerst erzählt uns Thomas Nicolas, ein Schulkamerad Habers, etwas von Haber; er bewunderte ihn für sein Standvermögen.
Danach kommt Marion Demutz, die erste Freundin Habers, die ihn nie wirklich geliebt hat, sie erzählt aus der Zeit nach der Schule.
Peter Koller, der als Schmuggler im Geschäft mit Bernhard Haber mehr Geld wollte, als gut für ihn war.
Katharina Hollenbach, Habers Schwägerin, die alleine mit ihren Reizen durchs Leben kommt und schlussendlich Sigurd Kitzerow, Freund und Partner, der Haber zu seiner mächtigen Position verhilft.

Diese kleingeistigen Figuren lassen die großen Geschehnisse in den Jahren von dem Ende des 2. Weltkrieges bis hin zur Wiedervereinigung Deutschlands viel realer wirken; Beispiele im Alltag anstatt die sonst so graue Theorie machen es interessanter als den normalen, reinen Geschichtsunterricht. Allerdings ist der Schreibstil zwar einfach zu verstehen und nicht zu verwoben, aber in Hinsicht auf den Inhalt einfach zu langatmig.

Christoph Hein, geboren am 8. April 1944 in Niederschlesien, ist bekannt für seine Werke wie „Der fremde Freund“ oder „Die wahre Geschichte des Ah Q“. Aufgewachsen ist er in Bad Düben in der Nähe von Leipzig, in etwa dort, wo auch das fiktive Guldenberg liegen soll. Das Motiv eines imperfekten Lebens schafft es in so ziemlich alle seiner Bücher und trifft damit immer auf einen Nerv der jeweiligen Generation.

Hein schafft als selbsternannter Chroniker genau das, was er soll: Pragmatisch schildern. Der Rest liegt an uns.
Er beschreibt realistisch und nachvollziehbar, schließlich hat er die Geschichte selbst erlebt und muss wissen, wie es gewesen ist. Trotzdem lässt er sich nicht von persönlichen Gefühlen beeinflussen, noch nie habe ich von so extrem Politik uninteressierten Figuren gelesen, erst recht nicht, wenn es um einen Wendepunkt in der Geschichte geht.

Allen in allem muss ich sagen, dass die Geschichte einen gewissen Reiz hat, die Charaktere aber waren mir allesamt unsympathisch.

Die jüngere Generation, zu der auch ich gehöre, kann sich in diese Zeit dank dem Roman einfühlen und sich gleichzeitig nicht fremder fühlen. Der Konflikt, um Flüchtlinge und dem Verlieren beziehungsweise Finden der Heimat, ist noch immer aktuell. Vielleicht gerade deswegen auch trotzdem lesenswert.