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Es wird Nacht…

Ich bin die Nacht
Ungesehen
Und wenig gelebt

Ihr findet Ruhe
Sitzt allein
Werdet euch bewusst
Und könnt nicht aufhören
Zu denken

Ohne Ablenkung
Ohne Vertrauen
Oder Ahnung

Tageslicht
Erblicken die Gedanken
Nur in Dunkelheit

Wer bist du
Was ist dir wichtig
Wenn dich niemand lesen kann?

Ich bin die Nacht
Ungesehen
Und gefährlich.

 

Der Himmel
Angestrichen in tollsten Farben
Ist bald wieder nicht mehr
Zu sehen

Doch darin strahlen
Sterne
Die auch nur in Dunkelheit
Tageslicht erblicken

 

Ich bin die Nacht
Ungesehen
Und nicht erkannt für das
Was ich wirklich bin:

Wie ihr.

„Soziale“ Netzwerke

 

Kommentare sprechen Worte von Personen

Geflüchtet in Grauzonen

Meinungsfreiheit überall

„Hey, ich bin ja nicht homophob, aber…“ – Chantal

Auf die Originalität kommt es zum Glück nicht an

Denn Ideen gehen ihnen immer aus, irgendwann

 

Anonymität bringt Stärke und Sicherheit

„Na komm doch her, wenn du dich traust“ – Fight

Vom anderen Ende der Welt

Oder doch im näheren Umfeld?

Hinter dem Bildschirm sitzen sie kerzengerade,

Vor dir wahren sie eine andere Fassade.

 

„Ey, ist doch nur meine Meinung…“

Und die Tasten tippen Verneinung

Denn Sätze gefüllt mit Respektlosigkeiten

Haben mit Meinungen noch keine Ähnlichkeiten

 

Identitäten werden untergraben, beleidigt

Und nur wegen einer kleinen Nachricht

Geht es echten Menschen schlecht

Während falsche denken, sie hätten immer Recht.

 

Menschen sind Menschen

Wie du und ich

Und leben ihr Leben

Im realen Licht

 

Verbunden sein

Heißt nicht Verbundenheit.