Schlagwort-Archive: Bücher

Daredevil – Miller & Romita Jr.

Vielleicht kennt ihr ja die Serie „Daredevil“ auf Netflix, oder vielleicht seid ihr sogar ein Comic-Fan – so oder so, den meisten ist Daredevil mittlerweile ein Begriff.
Auch ich habe Daredevil erst durch Netflix kennengelernt. Die Serie besteht aus drei Staffeln und wurde mittlerweile abgesetzt (hier bitte ein lautstarkes Schluchzen einsetzen).
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Ich liebe Daredevil über alles, die Serie war so schön, wenn auch brutal, und hat mich zum Nachdenken über Moral eingeladen. Und mir wieder einmal mit Schaudern bewusst gemacht, dass auch die Bösen denken, sie würden das Richtige tun.

 

Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich zu meinem Geburtstag im Dezember das Graphic Novel „Daredevil – The Man Without Fear“ von Frank Miller und John Romita Jr. bekommen habe. Darin wird die Geschichte, wie Matt Murdock zu Daredevil wurde noch einmal genauer erzählt – mit mehr Liebe zum Detail, als man es in den bisherigen Comics gewohnt ist. Erst auf der letzten Doppelseite ist Matt mit sich, als Daredevil, im Reinen. img_1232

 

Miller und Romita Jr. wollten dieses Novel zu der „Daredevil-Bibel“ machen – und haben das meiner Meinung nach durchaus geschafft.

 

 

 


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Armageddon – Wolfgang Hohlbein

[Der Beitrag enthält unbezahlte Werbung, wegen Verlinkung zum Piper Verlag.]

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„Das Ende der Welt ist erst der Anfang!
Auf dem Flug nach Tel Aviv begegnet Beka dem gleichermaßen faszinierenden wie undurchschaubaren Luke. Doch bevor sie sein Geheimnis ergründen kann, zerreißt eine gewaltige Druckwelle das Flugzeug.
Das Undenkbare ist geschehen: Eine Atombombenexplosion vernichtet weite Teile Israels. Aber Beka und Luke überleben. Sie finden sich in einem unterirdischen, verlassenen Tempel wieder, der von geheimnisvollen Symbolen überseht ist. Und alles deutet dararuf hin, dass Armaggeddon begonnen hat – die letzte Schlacht…“

Vor einiger Zeit habe ich vom Piper Verlag das Rezensionsexemplar zu „Armaggeddon“ gestellt bekommen, und hier könnt ihr nun endlich lesen, wie mir der Fantasy-Roman gefallen hat!

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Annabeth Chase

Es…. ist schon eine Weile her, seit es den letzten #HeldenMontag bei mir gab. Dafür versorge ich euch heute mit Annabeth Chase, meiner liebsten Halbgöttin aus den Reihen „Percy Jackson“ und „Helden des Olymp“.

„Er hatte keine Ahnung, woher das Klischee der dämlichen kichernden Blondine kam. Seit er Annabeth […] begegnet war, als sie mit diesem Gebt-Percy-Jackson-heraus-sonst-bringe-ich-euch-um-Gesicht auf ihn zumarschiert war, kamen Blondinen Leo viel zu intelligent und gefährlich vor.“
(Helden des Olymp: Das Zeichen der Athene, S.57)

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Der letzte Tag auf der FBM: Ein kleines Fazit

 

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Am Sonntag ist unsere Messe-WG, mittlerweile auch Chillersquad genannt, mit gepackten Koffern und vollen Bäuchen aufgebrochen. Die Babsi hat morgens für uns Pfannkuchen gemacht und sie waren köstlich. Und dafür hab ich sie ein bisschen geliebt. Ich bin mir sicher, dass ich mindestens zwei Heiratsanträge gehört habe.

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LBM 2018 – Programm Heute & Donnerstag

An alle Helden und Heldinnen da draußen:

die Leipziger Buchmesse steht vor der Tür!
Es gibt wieder unglaublich viel zu erleben, zu sehen, zu lesen – und ich freue mich schon wahnsinnig!
Ich bin, dank meiner Akkreditierung, mit einem Presseausweis an jedem Tag der Messe unterwegs. Daran möchte ich euch natürlich auch teilhaben lassen.

Ich werde euch hier einen kleinen Überblick über das Programm der Buchmesse geben, dabei vor allem im Hinblick auf die Veranstaltungen, die ich gerne besuchen würde. Ein paar Veranstaltungen finden auch schon heute statt, aber hauptsächlich geht es um den Donnerstag!
Aber zu aller erst: Woran ihr alles denken solltet!

Natürlich hat von euch wahrscheinlich jeder schon den Koffer gepackt, schließlich geht es ja morgen schon los. Deswegen kommen wir gleich direkt zu der Messe.

  • Essen & Trinken – Nehmt euch etwas zu essen mit! Es gibt zwar Bistros, die sind aber meistens sehr teuer. So ein Messetag kann lang und anstrengend sein, deswegen denkt auch unbedingt an Trinken.
  • Ein Programmheft – Sucht euch vorher schon Veranstaltungen raus, dann lauft ihr nicht nur den ganzen Tag ohne Plan rum. So fühlt ihr euch auch vorbereitet!
  • Bitte blockiert nicht die Gänge, sondern setzt euch für eine Pause an den Rand. Bänke sind natürlich bequemer, aber deswegen meist auch schon besetzt.
  • Verliert nicht so schnell eure Geduld! Es sind sehr große Menschenmassen unterwegs und jeder würde gerne alles sehen. Deswegen kann es auch manchmal länger dauern. Ihr werdet trotzdem alles sehen und nett kann man trotzdem sein. In der Ruhe liegt die Kraft!
  • Fotos –  Keine Frage, die LBM bietet jedem etwas und das würde man auch gerne festhalten. Das ist auch gar kein Problem, aber denkt bitte daran: Da nebenbei auch noch die MMC stattfindet, werden viele wunderschöne Cosplayer mit aufwendigen Kostümen unterwegs sein.
    Bevor ihr aber von den Cosplayern Fotos macht: FRAGT!  Fragt, ob ihr ein Foto machen dürft. Alles Andere ist nicht nur extrem unhöflich und respektlos, sondern verstößt auch gegen die Regeln der MMC.

 

Ich glaube, das war alles, was mir so weit auf dem Herzen liegt!
Dann können wir ja jetzt zum zweiten Teil des Beitrags kommen – nämlich meinen Programm-Empfehlungen für heute und morgen. Hauptsächlich sind das kreative Sachen – es geht ums Schreiben, Tipps und Anleitungen. Daneben sind natürlich auch noch viele Diskussionen und Lesungen dabei. Aber schaut doch einfach selbst!

Am Mittwoch, den 14.03.:

„Seien Sie dabei, wenn sich am Mittwoch der Leipziger Augustusplatz in ein Büchermeer verwandelt und ein Zeichen dafür aussendet, dass Leipzig und die Buchmesse ein Ort der Vielfalt und Menschlichkeit sind.
17.30 Uhr beginnt vor dem Gewandhaus, in dem kurz darauf die Leipziger Buchmesse 2018 feierlich eröffnet wird, die Kundgebung von Verlage gegen Rechts.
Um 18.15 Uhr findet dann die Fotoaktion statt.
Bringen Sie Bücher mit, die Sie bewegt haben, in denen Geschichten von Solidarität und Menschlichkeit erzählt werden.
Gemeinsam wollen wir diese Bücher hochhalten und ein Büchermeer erzeugen. Auch Plakate mit einem Zitat aus dem Buch sind denkbar.“

16:00 – 18:00 Uhr: Opening: Expression interrupted! (LVZ-Foyer / Peterssteinweg 19 / 04107 Leipzig)
Eröffnung einer Ausstellung, die den inhaftierten Journalisten in der Türkei ein Gesicht gibt.

18:00 – 23:00 Uhr: L3 Lange Leipziger Lesenacht (Moritzbastei / Universitätsstr. 9 / 04109 Leipzig)
Die Nacht der neuen deutschsprachigen Literatur in der Moritzbastei mit Schwarwel.

19:00 – 21:00 Uhr: Fette Jahre. Neue Gedichte (Kur- & Freizeitbad RIFF / Am Riff 3 / 04651 Bad Lausick)
Inspiration Bad Lausick: LVZ-Journalist und Autor Ekkehard Schulreich liest im Außenrestaurant des Bad Lausicker Riff.

 

Am Donnerstag, den 15.03.:

 

10:30 – 11:00 Uhr: Mini-Schreibkurs (Halle 5, Stand D600)
Erlebtes oder Erdachtes aufschreiben – legen Sie los unter Anleitungen der Bestseller – Autorin Martina Rellin!

11:30 – 12:00 Uhr: Hört endlich zu! (Forum Sachbuch Halle 3)
Lesung und Gespräch mit Frank Richter – Weil Demokratie Auseinandersetzung bedeutet.

12:30 – 13:00 Uhr: Yggdrasil und der Weltenbaum – Thor und Odin (Halle 2, Stand H410/J400)
Eine Lesung mit Fabian Dombroski als Moderator.

13:00 – 13:30 Uhr: Alles keine Zensur (Halle 4, Stand E209)
Ein Gespräch mit Daniela Fürst und Gerhard Ruiss.

13:30 – 14:00 Uhr: Schreibtipps: Vom Anfang – Die häufigsten Fehler auf der ersten Seite (Halle 5, Stand D302)
Eine Präsentation: Der Beginn eines Romans oder einer Kurzgeschichte ist entscheidend. Welche Fehler sollte man vermeiden?

14:00 – 14:30 Uhr: Mein Herz in zwei Welten (Rowohlt Verlag) (Das blaue Sofa, Glashalle, 4)
Lesung und Gespräch mit Jojo Moyes und Markus Sahr.

14:00 – 14:30 Uhr: Poetry Slam/ Spoken Word: Festmacher 2018 (Halle 5, Stand G200)
Eine Lesung mit Lucia Lucia und Sophia Szymula – zwei Neuentdeckungen aus der Poetry-Slam und Spoken-Word-Szene!

14:30 – 15:30 Uhr: Bücher selbst binden (Halle 2, Stand J200)
Eine kleine Einführung ins Buchbinden am Beispiel der Japanbindung.

15:00 – 16:00 Uhr: In der Mitte der Gesellschaft? – LGBTQ- Rechte im Fokus (Forum Sachbuch Halle 3)
Wir sprechen über politische Kämpfe von LGBTIQ- Menschen in Zeiten eines reaktionären Rollbacks. Eine Diskussion.

15:00 – 18:00 Uhr: Democracy – Slam! (CCL Bankettraum 3)
Workshop mit dem Philosophie-Slamer Dominik Erhard für SchülerInnen und Studierende zu Themen der Messe. Anmeldung unter: kommunikation@bpb.de

19:30 – 21:30 Uhr: Der große Fantasy – Leseabend der LEIPZIGER BUCHMESSE (Werk 2, Halle A / Kochstraße 132 / 04277 Leipzig)
Phantastische Literatur für Jung und Alt mit hochkarätiger Besetzung: Neben Christian von Aster, C.E. Bernard, Markus Heitz, Bernhard Hennen und Kai Meyer lesen die Preisträger des Jurypreises der Phantastischen Akademie „Seraph 2018“

 

Tja, da ist mein Tag ganz schön voll geplant, huh? Wahrscheinlich werde ich auch gar nicht alle Veranstaltungen besuchen können, aber mal schauen, wie es läuft. Gefällt euch etwas aus meiner kleinen Auswahl?
Natürlich gibt es noch viel, viel mehr. Auf  der Seite der Leipziger Buchmesse könnt ihr euch auch umschauen, aber ich persönlich finde es mit der App der LBM einfacher und übersichtlicher.

So  – ich hoffe, man sieht sich auf der Messe!

Liebe Grüße,
Jessy

 

Malala Yousafzai

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„Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt verändern.“

 

Willkommen zu einer neuen Ausgabe des #HeldenMontags! Heute soll es um Malala Yousafzai gehen, von der bestimmt jeder schon einmal etwas gehört hat.

Malala, 1997 geboren, ist eine Kinderrechtsaktivistin und Feministin aus Pakistan, die sich für Bildung als ein grundsätzliches Menschenrecht, insbesondere für Mädchen, einsetzt.
Ihre Geschichte beginnt 2007, als die Taliban anfangen, Schulen zu zerstören, Mädchen den Schulbesuch und der Allgemeinheit das Hören von Musik und Tanzen zu verbieten. 2009 fragt BBC an einer Schule nach Freiwilligen, die ein Blogtagebuch über ihre Ängste unter den pakistanischen Taliban schreiben sollten. Der Leiter der Privatschule schlägt daraufhin seine Tochter vor – Malala.
Mit gerade einmal elf Jahren übernimmt sie diese Aufgabe unter einem Pseudonym und wird in Pakistan schnell berühmt, woraufhin der Blog auch auf Englisch übersetzt wird.

2011 allerdings wurde ihr Pseudonym aufgedeckt, weil sie für den internationalen Kinder-Friedenspreis nominiert wurde – das klappte zwar nicht, aber dafür bekam sie stattdessen den neugegründeten „Nationalen Friedenspreis der Jugend“ von der Regierung Pakistans verliehen.
Am 09.Oktober 2012 wurde sie, wegen ihrem Einsatz für die bessere Bildung von Mädchen, das Opfer eines Attentats der Taliban. Dabei wurde ihr aus nächster Nähe in den Kopf geschossen. Schwerverletzt wurde Malala nach Großbritannien verlegt, um die bestmögliche Behandlung zu bekommen.

Heute geht es ihr wieder gut;
2014 bekam Malala (gemeinsam mit dem indischen Kinderrechtsaktivisten Kailash Satyarth) als erste Jugendliche und Pakistani den Friedensnobelpreis und im letzten Jahr wurde sie mit 19 Jahren zur jüngsten Uno-Friedensbotschafterin berufen.

Ich muss sagen, dass Malala mich beeindruckt hat. Sie ist ein Vorbild, wie ich es mir für alle Menschen wünschen würde: Mutig setzt sie sich für Bildung ein, weil sie weiß, dass das der einzige Ausweg für Mädchen wie sie ist. Gerade für die junge Generation und für alle Mädchen der Welt ist das unheimlich wichtig. Eigentlich schade, dass es eine Jugendliche sein musste, die so etwas der Welt mitteilt – den Erwachsenen, die es eigentlich schon längst hätten wissen müssen.
Malala hat ihre Bekanntheit gut genutzt, um auf die Probleme dieser Welt aufmerksam zu machen, um auf die Probleme ihrer Heimat aufmerksam zu machen. Wie sie selbst sagt, spricht sie für alle die, die keine Stimme haben. Und jemand muss ja den Anfang machen.

„Wir wissen, dass sich Investitionen in Bildung auszahlen. Niemand kann ahnen, welches Maß an Brillanz unserer Welt verschlossen blieb, nur weil Millionen von Mädchen eine höhere Schulbildung verwehrt wurde. Diese Generation könnte eine innovative Leitfigur, eine inspirierende Schriftstellerin oder eine Wissenschaftlerin hervorgebracht haben, die manche der schwerwiegendsten Probleme unserer Zeit lösen könnte. Wenn ich darüber nachdenke, wie viel Potenzial hier nicht verwirklicht wird, stimmt es mich unendlich traurig.“

Ich bin mir sicher, dass es viele Mädchen wie sie, hungrig nach Bildung, gibt. Und diese sind wichtig für die Welt, denn wie Malala sagt: unendlich viel Potenzial geht uns verloren, wenn wir nicht allen Kindern die selben Möglichkeiten zur Verfügung stellen können.
Ich wünsche mir für die Zukunft mehr Malalas – Leute, die sich für Gerechtigkeit einsetzen, dort, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Ich versuche, mir ein Beispiel an ihr zu nehmen und eine Stimme für die zu sein, die sonst keine haben.

Oder wenn ich keine Stimme sein kann, wenigstens das Mikrofon abzutreten.

Die Listen meines Lebens – Guy Browning

„Warum ich noch immer Listen schreibe

  1. Wenn ich es nicht täte, müsste ich mich stattdessen in einen Schrank einsperren und brüllen.“

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Das Buch „Die Listen meines Lebens: Ein ganz besonderer Roman“ von Guy Browning erschien mit 224 Seiten am 15.12.2017 beim Verlag rororo. Der Rowohlt Verlag stellte mir den Roman freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung (Mein erstes Rezensionsexemplar. Yay!).

 

1. Jeder führt sie: Listen.
2. Dies ist ein Roman – ausschließlich erzählt in Listen.
3. Für alle, die ohne Listen nicht überleben können.
4. Und für alle, die sich fragen, wie das eigene Leben in zehn Stichpunkten aussehen würde.
5. In etwa so!
6. Vom Schulhof über die erste Liebe, Ehe und drei Kinder bis zum Neubeginn – ein Leben in Listen.
7. Wir erfahren von den kleinen Katastrophen genauso wie von den großen Glücksmomenten.
8. Das ist lustig, oft sehr rührend und manchmal sogar ein bisschen weise.
9. Für die Leser von «Adrian Mole» und Nick Hornby.
10. Und in jedem Fall: Ein Roman für alle Helden des Alltags.

 

Seit er zehn Jahre alt ist, schreibt der Protagonist Listen, sogenannte „Was-schon-passiert-ist-Listen“ anstelle von den bekannten To-do-Listen. Ein Zugeständnis an seine Mutter, die bereute, nie selber Tagebuch geschrieben zu haben.
Später gibt er zu, dass er Listen schreibt, weil sie ihm Struktur geben, wenn das Leben schlicht nicht machbar scheint.
Wir, als Leser, verfolgen seine Entwicklung von der Grundschule an mit – so lesen wir von den Gründen, warum er keinen Fußball mag, von den Freunden in seiner Klasse oder seinen 10 besten Matchboxautos. Mit der Zeit werden die Listen pragmatischer, während unser Protagonist erwachsen wird; wir begleiten ihn in die Schule „für Große“, schließlich auch ins Studium und ins Arbeits- und Familienleben. Dabei nimmt er sich gerne selber aufs Korn, während er sich selbst eingesteht, keinerlei Meinungen und Willensstärke zu haben.
Er wächst an seinen Aufgaben, an Tragödien und Erlebnissen und findet schlussendlich doch seine Ruhe.

Ohne je den Namen des Protagonisten herauszubekommen, erfahren wir doch sehr viel. In diesem gewählt kurzen Format der Listen gibt es so einige Plottwists, die ich gar nicht erwartet hätte. Mit wunderbar viel Humor hat mich das Buch in seinen Fängen gehalten und mich dazu gebracht, es in einem Rutsch durchzulesen. Das hat auch nicht sehr lange gedauert, da diese Listen wirklich einfach zu lesen sind und sich wohl jeder in sie herein versetzen kann. Aber in dieser kleinen Weile erlebt man ein ganzes Leben – und so sollte es in einem guten Buch auch sein.

Kommen wir nun zum Schreibstil: Klar, durch Listen kann man sich nicht so ausdrücken, wie man es in einem normalen Roman tun kann. Beschreibungen haben auf unsere Erfahrungen gezielt, anstatt selber Welten zu erschaffen. Aber das ist nicht unbedingt ein Nachteil.
Komischer fand ich es, dass Browning in den verschiedenen Listen zwischen Formen hin und her wechselte; so schreibt er oft in Stichpunkten und bei wieder anderen Punkten fast in Sätzen, die eher Ellipsen sind. Wahrscheinlich sollte es Abwechslung in den Text bringen, was vermutlich schwer bei dieser Form umgesetzt werden kann. Deswegen fällt es auch nicht weiter ins Gewicht, sondern irritiert ab und zu nur ein wenig.

Schlussendlich kann ich sagen, dass ich viel Spaß mit dem Roman hatte. Ich selber schreibe auch wahnsinnig viele Listen, weil ich andauernd den Überblick verliere. Deswegen war mir wohl der Protagonist auch sofort sympathisch.
Für etwas kleines zwischendurch ist „Die Listen meines Lebens“ unbedingt weiterzuempfehlen!

Wie ich 2018 in den Hintern treten möchte

2017 ist nun also fast vorbei. Heute noch. Ein paar Stunden, um genau zu sein.
Das Jahr ist gefühlt schneller vergangen, als alle anderen zusammen; zwischen den ganzen Schreckensmeldungen habe ich mein Abitur gemacht, mit dem Studium angefangen und auch sonst so einige persönlichen Höhen und Tiefen erlebt.

Das Jahr 2018 beginne ich in Kampfstellung. Dazu ein kleines Elfchen:

2017
ist vorbei
2018 steht bereit
Ich habe einige Pläne
Fight!

Ich hab mir viel vorgenommen.
Ich möchte mehr Bücher lesen – das ist in dem ganzen Stress dieses Jahr einfach viel zu kurz gekommen. Genau wie mein Blog. Der soll nächstes Jahr auch konsequent weitergeführt werden.
Ich möchte mehr schreiben! Ich habe ein paar Ideen, die mich nicht mehr loslassen und wenn sie mich so festhalten… Muss das ja irgendetwas heißen.
Ich möchte den Mut entwickeln, an Poetry-Slams teilzunehmen. (Mir wird jetzt schon schlecht, wenn ich nur daran denke, aber das wird schon!)
Und zu guter letzt möchte ich euch Blogger, die mir sehr ans Herz gewachsen sind, besser kennen lernen. Ich möchte aktiver sein und mehr kommentieren.

Außerdem beginne ich 2018 ein kurzes Praktikum bei der Schriftstellerin Katja Brandis und mit dieser Aussicht, kann das Jahr eigentlich gar nicht schlecht werden.

Wir werden sehen, wie das klappt! Aber meine Boxhandschuhe liegen schon bereit. Ich bin fit. Soll 2018 doch mit seinen schwersten Geschützen auffahren – ich hab genug Kraft, um es zu bezwingen.

Ich wünsche euch genauso viel Kraft, wie ich mir gerade erträume. Ich möchte mich für das letzte Jahr bedanken. Obwohl ich so inaktiv war, lief es trotzdem besser als 2016 (Wie auch immer ich das geschafft habe)!
Rutscht gut ins neue Jahr, meine Mit-Helden, und landet sicher, auf beiden Beinen stehend.

Damit verabschiede ich mich ins neue Jahr!
Auf in den Kampf!
Eure Jessy

(Foto von Freepik)

DIE Motivation

Einen schönen guten Abend meine Helden!

In der Rubrik Inspiration versuche ich euch weiterzuhelfen, so dass ihr bei euren eigenen Schreibprojekten vorankommt, eure eigene Motivation findet und euch neue Ideen einfallen.
Heute kommt allerdings kein Beitrag, der Inspiration an sich liefert, sondern ich möchte euch eine Seite zeigen, die ich neulich gefunden habe:

„Fighter’s Block“ hilft euch beim Schreiben eure eigene Faulheit zu überwinden. Das ist mal was, oder?

Belohnung und Strafe sind dabei in einen kleinen Kampf zwischen deinem Helden und einem Monster gepackt. Das Monster attackiert dich durchgängig und du schreibst, um dich selbst zu heilen und auch das Monster anzugreifen. Das heißt ihr müsst euch beeilen, bevor ihr euer Leben aufbraucht. Also ist schreiben angesagt!

Ihr startet ganz einfach:

Besucht die Seite Fighter’s Block. Dort gebt ihr als erstes eure angestrebte Wortanzahl an, wählt euch einen Helden aus und das Monster. Mit der Zeit und desto länger ihr die Seite nutzt könnt ihr sowohl neue Helden als auch neue Monster, die euch stärker angreifen und schneller sind, freischalten. Danach kann es auch schon losgehen! Einfach auf „Fight“ klicken und auf gehts in den Kampf.

Keine Angst, ihr könnt jederzeit auf Pause drücken. Der Held stirbt nicht, weil ihr mal kurz auf Toilette müsst! Falls euch die Anzeige des Kampfes stört, gibt es auch die Möglichkeit ihn einfach auszublenden.

Fall es euch interessiert, gibt es hier noch mehr Infos zum Aufbau der Seite. Nicht wundern, sie ist auf Englisch, das macht aber keinen Unterschied beim Arbeiten.

Also ich persönlich kann sagen, dass mir der Druck sehr geholfen hat. Ich arbeite eben am besten unter Zeitdruck und ich denke mal, dass es einigen von euch bestimmt auch so geht! Natürlich möchte ich, als „Helden für einen Tag“, meinen Helden beim Gewinnen sehen. Seitdem arbeite ich um einiges effektiver und kann die Seite nur weiterempfehlen.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Schreiben!

 

 

Guten Morgen, Revolution – du bist zu früh!

„Es kann doch nicht sein, dass wir vor dreißig Jahren völlig umsonst demonstriert haben? Wenn unsere Kinder das fortsetzen, dann dürfen wir sie nicht alleine lassen.“

Heute geht es um ein Buch, das mir durch Zufall in die Hände gefallen ist: „Guten Morgen, Revolution – du bist zu früh!“ von Kirsten Ellerbrake, 2013 erschienen.

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„Noras Tochter Charlie, 20, ist verhaftet worden, wegen der Blockade eines Castortransports. Unfassbar – war Nora nicht gerade selbst noch 20 und wollte die Welt aus den Angeln heben? »Atomkraft – nein danke«, freie Liebe statt Zweierkiste, Wohngemeinschaft statt Spießertum, »Legalize – alles, außer es tut weh«. Als Nora ihre Tochter von der Polizei abholt, erntet sie keine Dankbarkeit, sondern Vorwürfe: Warum war sie nicht bei der Demonstration? Nora beschließt, ihre Tochter zu unterstützen – und trommelt die Kampfgefährten von damals zusammen. Sie taucht tief ein in eine heute exotisch anmutende Ära, mit Menstruationskalendern, kalten Nächten in besetzten Häusern, Cannabispflanzen und dem unbedingten Willen, die Welt anders, besser, glücklicher zu machen. Doch die Vergangenheit ist auch gespickt mit Liebesdramen – und das hat, wie Nora plötzlich merkt, Folgen bis heute. Eine turbulente und liebevolle Annäherung zwischen Tochter und Mutter, eine unterhaltsame Zeitreise durch die Achtziger im WG-Milieu, das Revival einer alten Liebesgeschichte – und die Frage, ob man zuerst die Welt retten oder das eigene Leben schöner machen soll.“ Guten Morgen, Revolution – du bist zu früh! weiterlesen