Guten Morgen, Revolution – du bist zu früh!

„Es kann doch nicht sein, dass wir vor dreißig Jahren völlig umsonst demonstriert haben? Wenn unsere Kinder das fortsetzen, dann dürfen wir sie nicht alleine lassen.“

Heute geht es um ein Buch, das mir durch Zufall in die Hände gefallen ist: „Guten Morgen, Revolution – du bist zu früh!“ von Kirsten Ellerbrake, 2013 erschienen.

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„Noras Tochter Charlie, 20, ist verhaftet worden, wegen der Blockade eines Castortransports. Unfassbar – war Nora nicht gerade selbst noch 20 und wollte die Welt aus den Angeln heben? »Atomkraft – nein danke«, freie Liebe statt Zweierkiste, Wohngemeinschaft statt Spießertum, »Legalize – alles, außer es tut weh«. Als Nora ihre Tochter von der Polizei abholt, erntet sie keine Dankbarkeit, sondern Vorwürfe: Warum war sie nicht bei der Demonstration? Nora beschließt, ihre Tochter zu unterstützen – und trommelt die Kampfgefährten von damals zusammen. Sie taucht tief ein in eine heute exotisch anmutende Ära, mit Menstruationskalendern, kalten Nächten in besetzten Häusern, Cannabispflanzen und dem unbedingten Willen, die Welt anders, besser, glücklicher zu machen. Doch die Vergangenheit ist auch gespickt mit Liebesdramen – und das hat, wie Nora plötzlich merkt, Folgen bis heute. Eine turbulente und liebevolle Annäherung zwischen Tochter und Mutter, eine unterhaltsame Zeitreise durch die Achtziger im WG-Milieu, das Revival einer alten Liebesgeschichte – und die Frage, ob man zuerst die Welt retten oder das eigene Leben schöner machen soll.“ weiterlesen