Archiv der Kategorie: Geschriebenes

Albtraum #1: Das Nichts

Ich weiß nicht genau, woher sie kommen. Oder wie lange ich sie schon genau habe. Fest steht nur, dass ich verschiedene Albträume seit einiger Zeit habe und ich kaum noch schlafe – denn es fühlt sich an, als wäre ich in einem fremden Leben gefangen.
Oder vielleicht ist es nicht fremd, denn alles scheint vertraut, vielleicht ist es nur vergangen; real passiert, in einem anderen Leben?
In einem meiner vorherigen Leben? Steile These, ich weiß.

So intensiv, wie diese Träume mich plagen, ist es mir fast egal, woher sie eigentlich kommen – ich will nur, dass sie endlich verschwinden.
Ich werde sie aufschreiben, um sie mir noch einmal vor Augen zu führen und sie (hoffentlich) schlussendlich verarbeiten zu können. Hier könnt ihr von ihnen lesen.
Das Schreiben ist mein einziges Ventil.

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Die Familie in Dunkelheit | Das Halloween-Special

Hier ist es nun endlich – mein kleines, aber hoffentlich feines (und gruseliges) Halloween-Special. Ihr habt euch bestimmt schon gewundert, was die ganzen passwortgeschützten Beiträge sollen. Tja, jetzt findet ihr es heraus-
Und vielleicht findet ihr ja auch aus dieser kleinen Horrorgeschichte heraus. Hoffentlich lebendig. Viel Spaß!

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Es wird Nacht…

Ich bin die Nacht
Ungesehen
Und wenig gelebt

Ihr findet Ruhe
Sitzt allein
Werdet euch bewusst
Und könnt nicht aufhören
Zu denken

Ohne Ablenkung
Ohne Vertrauen
Oder Ahnung

Tageslicht
Erblicken die Gedanken
Nur in Dunkelheit

Wer bist du
Was ist dir wichtig
Wenn dich niemand lesen kann?

Ich bin die Nacht
Ungesehen
Und gefährlich.

 

Der Himmel
Angestrichen in tollsten Farben
Ist bald wieder nicht mehr
Zu sehen

Doch darin strahlen
Sterne
Die auch nur in Dunkelheit
Tageslicht erblicken

 

Ich bin die Nacht
Ungesehen
Und nicht erkannt für das
Was ich wirklich bin:

Wie ihr.

Sein oder nicht sein

Es ist manchmal schon nicht, leicht jemand zu sein. Aber jemand zu werden, das ist das wirklich Schwierige.

Bei uns lief es immer so: Aufstehen, Schule, Sport, Hausaufgaben. Zwischendurch wird das gemacht, was Mama sagt. Oder gespielt. Manchmal auch letzteres, obwohl man ersteres machen sollte, wenn man besonders mutig war.
Aber was Mama sagt, ist eigentlich Gesetz. Danach kommen die Lehrer, denn die haben natürlich auch immer viel zu sagen. Eigentlich bestimmen diese auch über den Großteil deiner Zeit. Wehren kann man sich nicht, denn sie wollen ja nur das Beste für dich (und genau das Gleiche für hunderte von Schülern zur selben Zeit). Kein Wunder, dass man sich da nicht auf einzelne Kinder konzentrieren kann; so werden wird man nur pauschalisiert und in Reih und Glied aufgestellt. Massenabfertigung.

Von allen Seiten aus wird man immer bevormundet; man bekommt vorgesetzt, was die anderen Generationen getan haben und wie schlecht die eigene doch ist. Überall Sendungen, Werbung; das Neueste hier und das Beste da. Heteros hier und immer auch dort. Und wenn du dann aus der Norm fällst, hast du den Salat.

Was denn dann? Normal ist das, was einem ständig vorgebetet wird, was in der Gesellschaft akzeptiert wird, was halt einfach so ist. Und dann kommst du, gerade noch Kind und interessierst dich für die falschen Dinge: Chance verspielt.

Dann kommst du und dir fällt das eigene Geschlecht viel mehr auf als das andere. Aber das ist doch anders? Du bist wohl anders? Du bist wohl falsch?

Leistungsdruck, Selbstfindung. Niemand weiß, was er will und dann ist man plötzlich 18 – und auf sich selbst gestellt. „Du bist immerhin alt genug“, heißt es dann, obwohl du nie gelernt hast, was alt-genug-sein heißt.

Und du weißt noch nicht wer du bist, aber du musst sein. Aber wie bist du, wenn du dich nicht definiert hast? Du läufst mit der Masse, schlechte Angewohnheiten, Gruppenzwang. Andere setzen die Norm.

Das ist das Problem in der Gesellschaft. Wenn wir uns nicht selbst finden, legen andere fest, was normal ist und plötzlich bist du nicht mehr normal. Wie kommst du mit dir selber klar, wenn du anders bist? Das geht nicht einfach so, sondern ist ein Prozess; kräftezehrend musst du dich selber akzeptieren und wenn du endlich an dem Punkt bist, wo du sich verstehst, dich damit abfindest und dich selbst kennst – dich selbst akzeptierst – kommt ein Anderer und du wirst wieder mit dir selber konfrontiert – weil die, die sich selbst nicht gefunden haben, sich immer mehr mit dir beschäftigen werden, als mit sich selbst.

Am besten machen sie dabei deine ganze Arbeit gleich wieder mit kaputt.

 

Jugendliche können grausam sein, wenn sie nicht wissen, was sie sonst sein sollen. Und jeder erfährt das mal an seiner eigenen Haut.

Jetzt könnt ihr euch fragen: Habt ihr es geschafft, euch selbst zu akzeptieren? Denn alle weichen doch irgendwie von der Norm ab, vielleicht habt ihr das nur noch nicht entdeckt.

 

Ich kann da nur eins sagen: Viel Spaß im Leben.
Lernt und lebt eure Widrigkeiten!

Ihr sollt werden und sein! Nicht nicht-sein! Das steht außer Frage.

 

 

Wer braucht schon Grundrechte?

Okay, bevor ihr diesen Artikel jetzt falsch versteht: Diese Rede war eine Aufgabe eines Poetry-Slam-Workshops, bei dem ich mitgemacht habe.
Wir haben zwanzig Minuten Zeit bekommen, um die Rede einer Diktatorin zu verfassen, die die Bevölkerung davon überzeugen will, die Grundrechte abzuschaffen.

Natürlich vertrete ich in keinster Weise den Standpunkt der Rede. Es hat mich selber gewundert, wie leicht es eigentlich ist, nach kurzem Überlegen für diesen Anlass (scheinbar logische) Argumente zu finden. Obwohl sie näher betrachtet natürlich alle wiederlegt werden könnten und eigentlich keinen Sinn ergeben.

Na gut, genug vorneweg geredet: Viel Spaß!
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„Soziale“ Netzwerke

 

Kommentare sprechen Worte von Personen

Geflüchtet in Grauzonen

Meinungsfreiheit überall

„Hey, ich bin ja nicht homophob, aber…“ – Chantal

Auf die Originalität kommt es zum Glück nicht an

Denn Ideen gehen ihnen immer aus, irgendwann

 

Anonymität bringt Stärke und Sicherheit

„Na komm doch her, wenn du dich traust“ – Fight

Vom anderen Ende der Welt

Oder doch im näheren Umfeld?

Hinter dem Bildschirm sitzen sie kerzengerade,

Vor dir wahren sie eine andere Fassade.

 

„Ey, ist doch nur meine Meinung…“

Und die Tasten tippen Verneinung

Denn Sätze gefüllt mit Respektlosigkeiten

Haben mit Meinungen noch keine Ähnlichkeiten

 

Identitäten werden untergraben, beleidigt

Und nur wegen einer kleinen Nachricht

Geht es echten Menschen schlecht

Während falsche denken, sie hätten immer Recht.

 

Menschen sind Menschen

Wie du und ich

Und leben ihr Leben

Im realen Licht

 

Verbunden sein

Heißt nicht Verbundenheit.

Heimat ist…

Ende 2016 waren 65,6 Millionen Menschen auf der Flucht. 28 300 fliehen im Durchschnitt pro Tag.
Nächstes Jahr werden, alleine in Deutschland, über eine halbe Millionen Menschen ohne Bleibe sein.

Gerade jetzt, wo es auf Weihnachten zugeht, zieht sich der Großteil nach Hause zurück oder besucht die Heimat. Aber was bezeichnet man als Heimat? Hat das jeder, oder kann es einem genommen werden? Heimat ist… weiterlesen

Netzhelden

Wir sind in dieser Welt alle miteinander vernetzt und ich glaube daran, dass Wörter und Ideen die Welt verändern können.

Sobald man sich in seinen Account einloggt, nimmt man seine ganz persönliche, heimliche Identität an. Wie Miley Cyrus damals ihre Perücke aufsetzte, um zu Hannah Montanna zu werden, setzen wir uns eine Maske der Anonymität auf, damit wir nicht zu viel von uns preisgeben. Dabei kann man im Internet loswerden, was man sagen will und man findet immer Leute, die einen verstehen und unterstützen.
Man kann ausleben, wer man ist oder wie man sein möchte, ohne seine Anonymität aufgeben zu müssen. Nichts ist zu verrückt.
Das Internet ist schon was Schönes.

Leider gibt es auch einige Leute, die das ausnutzen. Sie nutzen ihre Maske um Leuten versteckt Schaden zuzufügen, um persönlich besser dazustehen. Im Internet gibt es für sowas leider kaum Konsequenzen.

Ich sehe mein Einloggen in meine Accounts als Anziehen meines Superheldenanzugs an. Im Internet kannst du sein, wer du willst, dass heißt, du kannst auch mutig sein. Du kannst helfen. Ich kann helfen. Wer will denn bitte kein Held sein?
Manchmal ist es, als würde man Streife laufen und zufällig über einen Kommentar stolpern, der definitiv nicht angebracht ist. Das Schöne daran ist, dass man mit fremden Personen sprechen kann, man kann sie nach ihren Gründen fragen, man kann sie aufklären. Die Vernetzung ermöglicht uns, uns total gewöhnlichen Menschen, einen Unterschied zu machen. Wir können, trotz der Entfernung Menschen verändern.
Auch wenn wir uns nicht in der realen Welt bewegen, sind die ausgelösten Gefühle mehr als real.

Gerade deswegen liebe ich euch Blogger umso mehr; ihr vertretet eure Meinung, teilt eure Hobbys, verbindet uns untereinander. Auch als noch so kleiner Blogger kann man einen Unterschied machen und ich möchte mich dafür bedanken, dass es euch gibt.
Denn ihr steht zu euch und damit auch zu vielen anderen Gruppen von Menschen, für die ihr bereits jetzt einen Unterschied macht.

Die Blogs sind ein Stück von euch und ihr schafft eine Atmosphäre des Verstehens, gerade in dem ihr über Themen sprecht, die euch etwas bedeuten.

Lasst euch niemals beirren. Bloggen ist was Tolles, das Internet ist was Tolles. Nutzt die Vernetzung der Welt, nutzt euer Portal.

Und vor allem: Bleibt so, wie ihr seid. Ihr seid Helden.
Danke!

Nur eine Minute

Wir denken nicht in Minuten, wir denken in Stunden, Tagen, vielleicht sogar Wochen; denn eine klitzekleine Minute ist schwer zu fassen. Einen Moment nicht aufgepasst, da ist das Biest auch schon wieder verronnen, wie Sand zwischen den Fingern.
Dabei besteht doch unser ganzes Leben aus aneinandergereihten Minuten und auch hier gilt, wer das Kleine nicht schätzt… Der kommt auch mit dem Großen nicht zurecht.

In einer Minute kann sich alles verändern. Du bemerkst eine Person in der einen Minute. Diese wird dich dein Leben lang begleiten. Eine lange Zeit! Wäre die eine Minute nicht gewesen..
Nur eine Minute zuhören kann Leben retten. Es ist nur eine kleine Minute, aber sie ist mit Unendlichkeit gefüllt.
In weniger als einer Minute wird Weltgeschichte geschrieben! Was denkst du, warum wollen wir Menschen immer schneller und schneller sein? Die Zeit ist unser Gegner, der äußerst würdige Ersatz für unsere natürlichen Fressfeinde.

Passt du nicht auf, werden dich die Minuten verzehren. Du sprichst ihnen keine Wichtigkeit zu und genau in diesem Schatten lauern sie dir auf und pirschen sich an. Tick – Tack. Eine Minute ist vergangen und die nächste wird folgen. Was hast du in der letzten Minute erreicht? Was wirst du in der nächsten Minute machen? Ist das, worüber du so viel nachdenkst wirklich wert, die Minuten deines Lebens zu vergeuden?

Erkenne den Wert deiner Zeit und verschwende sie nicht länger an Sachen, mit denen du dich schon genug auseinandergesetzt hast. Man kann Monate auf etwas warten – oder du füllst deine Minuten demnächst mal mit Leben. Inwiefern sich dein Tagesablauf und dein Leben wohl verändern würden?

Wir werden sehen, ob die letzten Minuten, die du mit meinem Text verbracht hast, auf dich gewirkt haben. Die nächste Minute bricht – genau jetzt, in diesem Augenblick – an.
Mach was draus!