Armageddon – Wolfgang Hohlbein

[Der Beitrag enthält unbezahlte Werbung, wegen Verlinkung zum Piper Verlag.]

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„Das Ende der Welt ist erst der Anfang!
Auf dem Flug nach Tel Aviv begegnet Beka dem gleichermaßen faszinierenden wie undurchschaubaren Luke. Doch bevor sie sein Geheimnis ergründen kann, zerreißt eine gewaltige Druckwelle das Flugzeug.
Das Undenkbare ist geschehen: Eine Atombombenexplosion vernichtet weite Teile Israels. Aber Beka und Luke überleben. Sie finden sich in einem unterirdischen, verlassenen Tempel wieder, der von geheimnisvollen Symbolen überseht ist. Und alles deutet dararuf hin, dass Armaggeddon begonnen hat – die letzte Schlacht…“

Vor einiger Zeit habe ich vom Piper Verlag das Rezensionsexemplar zu „Armaggeddon“ gestellt bekommen, und hier könnt ihr nun endlich lesen, wie mir der Fantasy-Roman gefallen hat!

Beka ist eigentlich nur auf dem Weg nach Israel, um ihrer Mutter beizustehen, die von Bekas Vater verlassen wurde, als das Unfassbare geschieht; im Landeanflug geht unmittelbar neben ihr auf dem Flughafen eine Atombombe hoch.
Ohne es sich erklären zu können, wacht Bella aber wieder auf – ohne Kleider, in einem finsteren Tempel. Irgendwie ist auch Luke bei ihr, den sie während des Fluges kennengelernt hat. Er kommt als ein typischer „Bad Boy“ rüber, das lebende, mysteriöse Klischee und man ahnt natürlich, was passieren wird: Beka verliebt sich unsterblich in ihn, und zusammen bestreiten sie sämtliche weitere Abenteuer.

In einem Plottwist stirbt Luke aber gleich am Anfang und Beka fällt in die Hände einer Gruppe Jugendlicher, die sie bestrafen wollen, indem sie sie verbrennen. Und fast kommt es so weit – aber kurzfristig wird sie von dem Engel Zadkiel vor diesem grausamen Tod gerettet.
Zadkiel ist derjenige, der den kleinen Stamm hier in Jerusalem unter den Flügel nimmt – nur wegen ihm haben sie etwas zu Essen, das nicht verstrahlt ist und etwas zum Anziehen, denn die Sachen aus der „alten Welt“ zerfallen in dieser neuen Gegenwart.
Beka erfährt, dass sie sieben Jahre nach der Atombombe in Tel Aviv in Jerusalem wieder aufgetaucht ist. Zadkiel hat sie komplett von den Verbrennungen geheilt und auch sonst scheint sie eine besondere Rolle zu spielen. Nicht nur wurden diejenigen, die sie verbrennen wollten, bestraft; sie wird auch sonst vom Engel seltsam bevorzugt. Angeblich soll die Apokalypse bevorstehen, aber was hat Beka denn nun damit zu tun?

Nicht alles ist so, wie es scheint – Engel sind nun mal keine kleinen geflügelten Babys, wie sie gerne dargestellt werden, sondern ursprünglich waren sie Krieger Gottes, Soldaten. Und Zadkiel ist definitiv einer dieser Kämpfer, den mit seinen scharfen Flügeln ist er eine einzige Waffe.
Unter Umständen, die ich hier natürlich nicht einfach so verraten werde, fliehen Beka und zwei ihrer neugewonnen Freunde aus dem Stamm und vor Zadkiel. Die Barbaren, die man zuvor als Feinde kennengelernt hat, zeigen sich hier noch einmal von einer anderen Seite und es stellt sich erneut die Frage, wer in dieser neuen Welt nun eigentlich Freund und wer Feind ist.
Die Geschichte endet in einem Cliffhanger – und ein ganz schön gemeiner noch dazu. Der zweite Band ist allerdings schon für den März nächsten Jahres angekündigt.

„Armaggeddon“ ist der erste Roman, den ich von Wolfgang Hohlbein gelesen habe, deswegen wusste ich nicht, was mich erwarten würde.
Ich habe viel von dem bekommen, was ich mir gewünscht habe: Engel, die nicht dem Klischee entsprechen, sondern auch fragwürdig sein können. Zum Glück gab es eben keinen typischen Bad Boy – dafür zeichnet sich allerdings im letzten Drittel des Buches ein Liebesdreieck zwischen Beka und den beiden Freunden ab, mit denen sie geflohen ist – also sind wir wohl doch nicht ganz ohne Klischee durch das Buch gekommen.
Außerdem war es brutaler, als ich gedacht hätte. Natürlich ist die Apokalypse nichts liebliches oder sanftes, aber dennoch – gnadenlos werden wir von einer lebensgefährlichen Szene in die nächste gejagt. Der Tod ist ein ständiger Begleiter, und die Menschen sind bereits abgehärtet deswegen. Naja, außer Beka vielleicht, für die das alles immer noch Neuland ist.
Dabei kann man sich sehr gut mit Beka identifizieren, denn wir verstehen genauso wenig wie sie.
Zum Schluss will ich noch kurz das Cover vom Buch ansprechen: denn das finde ich wirklich gelungen. Das ist das Erste, was mich von dem Buch angesprochen hat, denn diese Schattenfigur kann bereits viel über das Bild der Engel in Hohlbeins Roman verraten; düster und geheimnisvoll. (Das Auge liest ja doch immer mit.)

Alles in allem würde ich sagen, dass zwar zwischendurch ein paar Stellen im Buch zu langatmig waren – und sobald man das Buch weglegen wollte, hat es einen für den Gedanken auch schon wieder bestraft: weder Beka, noch wir, kommen wirklich zur Ruhe. Oder sind sicher. Die Abwechslung zwischen den ruhigen Szenen und den plötzlichen lebensbedrohlichen Gefahren haben dafür gesorgt, dass meine Nerven die ganze Geschichte über bis zum Zerreißen gespannt waren.

Ich mochte das Buch sehr, und mir tut es leid, die Rezension jetzt erst zu schreiben – aber ich bin gespannt darauf, wie es im zweiten Band weitergeht.
Empfehlen würde ich es vor allem Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die auch sonst eher in die Richtung Urban Fantasy und Dark Fantasy lesen.

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