Mein Praktikum bei Katja Brandis

 

Ihr kennt das vielleicht, dieses Gefühl der Panik, wenn man ein Stück von sich selbst, von seiner Seele abgibt und jemanden anderen anvertraut – das ist für mich jedes Mal aufs Neue eine Herausforderung, für die ich jede Menge Überwindung brauche.
Meine Schreibprojekte sind solche Dinge, die mir am Herzen liegen und deswegen nur sehr selten das Licht der Welt erblicken. Aber nach diesen wundervollen zwei Wochen Praktikum bei Katja Brandis kann ich sagen, dass ich über mich hinausgewachsen bin.

Immer, wenn ich ihr eine neue Probe meiner Schreibarbeit gab, zitterten mir danach die Hände; aber ich hätte mir keine bessere Autorin für diese Herausforderung aussuchen können.
Am Anfang meinte Katja zu mir, dass wir mein neues Exposé in der Luft zusammen zerreißen würden und obwohl ich davor erst so viel Angst hatte, hätte mir nichts besseres passieren können: Katja gab mir Tipps, sie fragte nach, sie diskutierte mit mir und half mir schließlich, auch auf mich selber ein bisschen stolz zu sein.

Kudos an Katja dafür, dass sie mir nie das Gefühl gegeben hat, ich würde irgendwelchen Müll von mir geben. Ich habe mich wirklich wohl bei ihr gefühlt und dadurch konnte ich sogar relativ schnell aus meiner Rolle als nervöses Wrack schlüpfen und ungehindert alles aufschreiben, was mir in den Sinn kam. Ich habe in der kurzen Zeit mehr und kreativer an meinem eigenen Projekt gearbeitet, als ich es je zuvor geschafft habe!

In meiner Zeit bei ihr durfte ich außerdem neue Exposés testlesen (wow!), mir selber weitere Figuren für „Khyona – Die Macht der Eisdrachen“ ausdenken (Wahnsinn!), ich habe Ketten für „Woodwalkers“ gebastelt und dafür einen neuen Rekord aufgestellt.
Schließlich habe ich sogar einen Youtube-Kanal für Katja erstellt, den ihr zusammen mit ihrem ersten Video hier finden könnt.

Egal, in welcher Hinsicht, ich wurde immer kreativ gefordert und ich hätte nicht mehr Spaß haben können. Zwischendurch, in den Mittagspausen, kamen wir dann alle zusammen, um uns das Essen schmecken zu lassen und dabei durfte ich Katja und ihre Familie auch persönlich ein bisschen besser kennenlernen. Dabei wurde dann auch noch kräftig über die vorangegangenen Aufgaben und deren Ergebnisse diskutiert, was ich auch als sehr lustig empfand.

Ihr seht, ich habe mich in diesen zwei Wochen in ganz verschiedenen Dinge geübt und ich kann nur eins sagen: Danke, für die wunderbaren Erlebnisse, für die aufschlussreichen und interessanten Gespräche, für alle deine Weisheiten und Erfahrungen, die du mit mir geteilt hast. Danke.

Ich werde auf jeden Fall einige der Praktiken, die ich hier gelernt habe, übernehmen und mit nach Hause bringen; sei es nun die ausführliche Charakterisierung von Figuren oder die Techniken, um einen guten Plot zustande zu bringen – ich konnte viel für meine Zukunft und alles was noch kommen wird mitnehmen.
Wer weiß, vielleicht werdet ihr ja wirklich irgendwann etwas von mir lesen, etwas, von dem ich weiß, es wäre ohne diese zwei Wochen niemals so gut zustande gekommen.

Zum Schluss noch an euch, die ihr das lest und vielleicht selbst von einem Praktikum bei einer echten, erfahrenen Autorin, wie Katja träumt: Traut euch, eine Bewerbung zu schreiben. Ihr werdet mit neuen Erkenntnissen aus dieser Erfahrung hervorgehen, ihr werdet euch selber besser kennenlernen und ihr könnt neue Motivation sowie Kraft daraus ziehen. Es kann nur gut werden.
Und vor allem: Habt keine Angst, anderen eure Werke zu zeigen, so wie ich sie hatte; jegliche Kritik wird euch nur noch besser machen und helfen, den richtigen Weg für eure tolle Geschichte zu finden.

 

 

Viel Spaß an alle zukünftigen Schreiberlinge und Praktikanten!
Danke für die tolle Zeit!

Eure Jessy

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